Archiv der Kategorie: 'Zum Nachdenken'

Kein schönes Gefühl

Verbrochen von Sabine und zwar am 18|03|2010.

Nachdem der Göttergatte heute das Haus verlassen hat, Finn es sich vor dem Fernseher bequem machte (jaaa, Ausnahmezustand im Haus der Olsenbande und auch völlig ok so!!) und ich unter die Dusche wollte, war das erste was ich tat: Die Haustür (von innen) abschliessen!

Das ist kein besonders angenehmes Gefühl, schliesslich will ich ja nur unter die Dusche. Aber nachdem was gestern in Solingen passiert ist, wird es wohl 95% aller Eltern hier so gehen.

Ein 11-jähriges Mädchen wurde von einem Unbekannten in den eigenen vier Wänden missbraucht, dem sie arglos die Wohnungstür aufmachte. Die Eltern waren zu dem Zeitpunkt nicht zuhause.

Finn rennt auch sofort los und will wissen wer an der Tür geklingelt hat. Auch wenn ich schon oft lautstark protestiert und es ihm immer wieder erklärt habe. Offensichtlich löst die Türklingel in Kindern eine Fehlzündung der Synapsen aus und sie rennen einfach los, ohne an die Warnungen zu denken. Ganz schlecht, wenn die Mutter ein Stockwerk weiter oben unter der Dusche garantiert keine Türklingel hört!!

Unglaublich grausam was dem 11-jährigen Mädchen passiert ist! Mein Mitgefühl geht an das Mädchen und ihre Eltern!
Schrecklich, dass ich von nun an garantiert immer die Haustür von innen abschliesse und den Schlüssel unerreichbar für Kinderhände weglege, wenn ich für ein paar Minuten unter der Dusche bin und wie immer hoffe ich nur eins: Kriegt das Schwein und lasst ihn zu den ganz Bösen in den Knast. Und bei der Gelegenheit…schliesst ganz fest von innen ab und verliert den Schlüssel!

High Definition Schwachsinn

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 13|02|2010.

Beim Aldi gibt’s bald einen HD-Festplatten-Satellitenreceiver mit 500GB Festplatte für 229 Øre. Auf den ersten Blick ein nettes Angebot und wunderbar dazu geeignet unseren schon etwas betagteren Festplattenreceiver abzulösen. Der ist mittlerweile 8 Jahre alt und hat uns immer gute Dienste geleistet.
Allerdings ist er natürlich nicht HD-fähig und hat manchmal Wackelkontaktbedingte Bildstörungen.

Topfield TF4000 PVR

Early Adopter Technik - ramponiert aber bewährt.

Und HD wäre ja schon schön. Wofür hat man sonst so ein Riesendisplay im Wohnzimmer rumstehen?

Aber ganz so froody ist die schöne neue HD-Welt dann doch nicht.

Abgesehen davon, dass man bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten bislang kaum was in HD zu sehen bekommt haben sich die privaten (RTL,Pro7,VOX,RTL2 und Sat1) was ganz feines ausgedacht: Die setzen auf HD+. Und anders als man aufgrund des “+” im Namen vermuten könnte handelt sich der gemeine Sesselpupser und Hobbycineast durch dieses angebliche “Plus” eine ganze Menge Minus ein: Zum Beispiel kann der Sender dem Benutzer verbieten die Werbung vorzuspulen oder einen Film auf Festplatte aufzuzeichnen.
Großartige Idee! Wofür brauche ich dann einen Festplattenreceiver?
Und dann kostet der ganze Dreck auf noch nen Fuffi im Jahr.
Fünfzig Euro dafür, dass ich mir Werbung anschauen muss, weil ich sie nicht vorspulen kann!

Danke.
Dann brauch ich auch kein HD.
229 Tacken gespart.
Arschkrampen!

Wieso arbeiten? Ich krieg doch Stütze!

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 12|02|2010.

Da platzt mir echt fast die Halsschlagader.
Was passiert, wenn Politiker und Medien einfach nur das bräsig nachplappern, was eine Sekundärquelle (in diesem Fall die FAZ) meint herausgefunden zu haben, kann man sehr schön in diesem Bildblog-Artikel lesen.
Nein! Jemand der arbeiten geht, und sei er auch “nur”  “Geringverdiener”, hat nicht weniger Geld in der Tasche als ein Hartz IVler.
Der Gesetzgeber hat in weiser Voraussicht nämlich Freibeträge geschaffen, die ein in Lohn und Brot stehender Arbeitnehmer in Abzug bringen kann sollte er weniger verdienen als das ihm zustehende ALG II. Im Klartext bedeutet das, dass der Staat ihm die Differenz zum ALG II + einen Freibetrag zwischen 240 und 350 Euro erstattet. Er hat also in jedem Fall mehr. Und zwar deutlich.
Und was machen unsere Medien und sogar Herr Westerwelle? Erzählen den Millionen Arbeitslosen, dass sie schön doof wären wenn sie arbeiten gehen würden. Und mit Sicherheit gibt es etliche, die das glauben. Glauben ist schließlich mit weniger Anstrengung verbunden als Wissen. Großartig. Weiter so!

Wer erklärt mir die Kunst?

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 09|02|2010.
Louvre, Paris, 2006

Der Louvre, großer Kunstbehälter in Paris. Aufgenommen mit meiner 300D im Jahre 2006

Wer sich, so wie ich, mit der Fotografie beschäftigt, ja sogar das eine oder andere (in meinen Augen) ansehnliche Bild hervorbringt kommt nicht umhin sich früher oder später Gedanken über Kunst zu machen. Ich machte mir eigentlich schon viel früher Gedanken über Kunst Lange bevor ich eine Kamera besaß.
Im Kunstunterricht, bei meinem ersten Praktikum in einer Langenfelder Werbeagentur, in meiner Pubertät…
Zugegeben: In meiner Pubertät machte ich mir Gedanken darüber, wie den Jungs um mich herum das Kunststück (hehe) gelang Bräute abzuschleppen oder nach dem Genuss von  drölf BatidaKirsch (hach… die Neunziger) am nächsten Morgen aufzuwachen ohne im Schädel einer Katzengroßfamilie Asyl zu gewähren.
So ganz dahinter gekommen bin ich nicht.
Für mich musste Kunst schön sein, originell. Sie musste mir gefallen, ich musste ihr ansehen oder anhören, dass sie mit Arbeit verbunden war. Gehirnschalz, Blut, Schweiß… sowas. Neu sollte sie sein, mir bisher noch nicht begegnet, etwas besonderes. Alles sehr subjektive Parameter.
Wenn Kunst aber solch eine subjektive Angelegenheit ist – wie kann es dann sein, dass es Werke gibt, die einfach “Kunst” sind?
Objektiv? Allgemeingültig?
“Was soll das sein?” – “Das ist Kunst.” – “Für mich ist das keine Kunst.” – “Ist es aber.”
Ich verstehe es nicht.
Wie ich ausgerechnet jetzt darauf komme?
Ich habe heute etwas über Boris Becker gelesen. Fotokünstler. Hab die Kunst nicht gefunden.
Vielleicht bin ich aber auch einfach zu blöd.

Cross?

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 07|02|2010.

„Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Das Auge bedarf ihrer, wie es des Lichtes bedarf“ (J.W.v.Goethe)

Mir ist bei der Durchsicht der einschlägigen Online-Fotohalden etwas aufgefallen. Und zwar, dass man immer häufiger in die digitale Trickkiste greift um uralte, analoge Techniken nachzubilden. Da wird nachbelichtet, abgewedelt, crossentwickelt. Es werden künstliche Vignetten hinzugefügt, unscharf maskiert und an der Gradation gedreht, was das Zeug hält. Mittlerweile gibt es eine Fülle von Plugins die sich der möglichst naturgetreuen Nachbildung bestimmter Effekte verschrieben haben. Viele davon jenseits der 100-Euro-Marke.
Bokeh aus der Dose? Kein Problem!
Hübsches Rauschen? Läuft!
Und immer wieder bekommt man zu hören: “Jaahaaa… mit dem Computer ist ja heutzutage so viel mehr möglich.”
Tatsächlich?
Nein.
Das, was wir heute am Computer machen haben unsere Urgroßväter schon in ihren Dunkelkammern gemacht. Zugegeben mit erheblich mehr Aufwand, größerem handwerklichen Geschick und einer Menge Chemikalien aber im Prinzip ist es  noch immer das Gleiche wie damals. Von daher halte ich diese ganze analog-digital-Kontroverse auch für ziemlichen Unfug. Das eine ist für mich genauso “echt” wie das andere. Und mir macht es mindestens genau soviel Spaß, an den Reglern zu drehen wie das eigentliche Bild zu schießen.
Die Digitalisten sollten sich nur manchmal darauf besinnen, dass der Computer in der Bildbearbeitung nicht automatisch das Rad neu erfunden hat.

Unser Hauskater - Crossentwickelt

Das Pü. Leicht crossentwickelt, teils abgewedelt und mit künstlicher Vignette (Klick macht groß)

Und dann gibt es noch diejenigen, die Meisterwerke schaffen, die selbst für mein geübtes Auge so aussehen als seien sie niemals komplett im Computer entstanden. Aber das ist eine andere Geschichte…

http://www.vimeo.com/7809605
Großartig. Unbedingt anschauen.

Avatar (3D)

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 31|01|2010.

Hab mir Avatar angeschaut.
Was die Qualität der CGIs angeht ist dieser Film mit Abstand das Beste, was es zur Zeit im Kino zu sehen gibt. Die Detailtreue ist wirklich atemberaubend. Da bewegt sich jeder Baum, jeder Ast, jedes Blatt, jedes Haar, jede Feder. Es gibt fantastische Wesen zu bestaunen. Fliegende Lebensformen, die aussehen wie Quallen. Moos, das bei Berührung fluoresziert, Flugdrachen… toll.
Und trotzdem begeistert mich der Film kaum. Ich hatte irgendwie das Gefühl, fast alles schon mal irgendwo gesehen zu haben.
Von Menschen gesteuerte Roboter, in die man oben so einsteigt… die gab es schon in “Aliens – die Rückkehr“… und das war 1986. Da hat James Cameron bei sich selbst geklaut. Deshalb spielt wahrscheinlich auch Sigourney Weaver wieder mit.
Die (nichtorganischen) Flugmaschinen sehen alle irgendwie so aus, als seien sie einem Terminator-Film entsprungen – James Cameron… schon wieder! Und auch was die Story angeht gibt es nichts wirklich Neues.
Es gibt die Bösen (in diesem Falle die Menschen, die skrupellos versuchen einen Planten auszubeuten) und die Guten (die “Ureinwohner” dieses Planeten, die mit der Natur im Einklang leben).
Dreimal dürft ihr raten, wer am Ende des Films gewinnt. Kleiner Tipp: Das hat es bei ähnlichen Konflikten auf unserer Welt noch nie gegeben.
Ich mag Happy Ends. Ehrlich. Auch dieser Film hat eins. Aber irgendwie geht es in meinem Kopf nach dem Abspann noch weiter. Da kommen die Menschen nämlich zurück. Mit viel mehr Bumms. So wie sie es immer machen. Und dann gute nacht, Fußball.

Und was das 3D angeht… das ist im ersten Moment wirklich beeindruckend. Da kommen Sachen auf einen zugeflogen und man zuckt im Kinosessel reflexartig zusammen. Wenn es dann aber mal actionmäßig zur Sache geht kommt das Ganze schon arg ins ruckeln. Da fehlen einfach noch ein paar Hz Bildfrequenz. Vom Tragekomfort der Shutterbrillen mal ganz zu schweigen. Was mich aber am allermeisten stört: In der echten Welt kann ich mit meinen Augen einen Gegenstand fokussieren. Das geht bei einem 3D Film nicht.

Die seltenste Warnmeldung aller Zeiten

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 27|01|2010.

Unglaublich, woran manche Software-Entwickler denken.
Ich wollte heute mal auf den Sensor meiner Knipse schauen. Ein Fleck, auf einigen Bildern, die mit großer Blende* gemacht wurden deutlich erkennbar, ließ auf einen ziemlich dicken Brocken Sensordreck schließen.
Offensichtlich hat auch die eingebaute Sensorreinigung ihre Grenzen.
Um den Sensor betrachten zu können muss nicht nur der Spiegel hochgeklappt und der Verschluss geöffnet werden, die beiden müssen in dieser Position auch verharren. Dazu ist eine kontinuierliche Stromversorgung nötig.
Das ganze Geklappe und Geöffne wird mittels eines Befehls in einem der Kameramenüs ausgelöst und just auf diesen Befehl folgte die folgende Fehlermeldung:

AA/LR6-Batterien nicht bei Sensor-Reinigung verwendbar. Bitte Akku verwenden.

AA/LR6-Batterien nicht bei Sensor-Reinigung verwendbar. Bitte Akku verwenden.

Hintergrund: Ich habe an meiner Kamera einen Batteriegriff montiert, der wahlweise mit den Canon-Akkus oder mit AA (also Mignon) Batterien oder Akkus bestückt werden kann und zum Zeitpunkt der Fehlermeldung befanden sich tatsächlich herkömmliche Akkus in der Kamera.
Natürlich ist es ein Problem, wenn bei hochgeklapptem Spiegel und offenem Verschluss dem Stromspender der Saft ausgeht – vor allem, wenn man gerade dann mit einem Reinigungsgerät auf dem Sensor rumwirbelt. Dem Li-Ion-Canon-Akku kann aber auch irgendwann schlapp machen. Wo ist da der Unterschied?

*) also kleiner Öffnung (weil’s ja viele ohne diese Erklärung nicht auf die Reihe kriegen…)

Restaurant mit Abschussvorrichtung

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 18|01|2010.

Wir lesen heute in der Online-Ausgabe der Rheinischen Post, dass an der Ohligser Grünstraße das Restaurant “Hitze-Frei” über eine eigene Raketenabschussvorrichtung verfügt. Das kam mir gleich doppelt seltsam vor, weil die Olsenbande selbst früher in der Grünstraße wohnte und ich dort noch nie einem Raketenstart beiwohnen durfte. Sehr zu meinem Leidwesen, bin ich doch astronomisch sehr interessiert.
Der Text lautet: “Und die Macher des Restaurants mit angeschlossener Launch hatten einmal mehr keine Mühen gescheut…“, ein paar Zeilen weiter lesen wir dann: “2007 wurde die Lounch des “Hitze-Frei” eröffnet…” (Quelle: rp-online).
Großartig. Hätte der Redakteur es geschafft, dieses schwierige Wort noch einmal unterzubringen, ich bin mir sicher er hätte es richtig geschrieben. Dabei hätte er doch bloß auf das Foto schauen brauchen, was seinen Artikel “schmückt”. Denn obwohl das Bild aussieht, als sei es von einem an Parkinson leidenden Zitteraal mit einer Lochkamera geschossen worden so kann man das Wörtchen “Lounge” doch recht gut erkennen. Und auf der Homepage des Betreibers findet sich die fragliche Vokabel ebenfalls.

Ernsthaft: Wenn ich für solche “Informationen” Geld bezahlen müsste – ich würde mich ärgern. Andererseits… es gibt ja auch Leute, die für Ihre eigene Bespaßung viel mehr Geld ausgeben als ein RP-Abo kostet…

Achso noch was, liebe Nachtschwärmer: Das “Hitze-Frei” liegt nicht an der Grün- sondern an der Emdenstraße. Aber das nur am Rande.

Rauchen quasi verboten

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 06|01|2010.

Rauchen ist hier also quasi verboten. Sollte es irrtümlich doch erlaubt sein (wegen des Aschenbechers) ist die Kippe anschließend vorschriftsmäßig zu löschen.

Finde den Fehler!

Finde den Fehler!


Aber was fehlt in diesem Bild?

Spaß mit rp-online

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 13|12|2009.

Es ist kein Zufall, dass es bei Herrn Niggemeier die Redewendung “Doof wir rp-online” gibt. Was sich die sogenannten “Journalisten” der Online-Ausgabe der Rheinischen Post da teilweise zusammenschreiben ließe sich, gutmütig formuliert, gerade noch dem Genre Science Fiction zuordnen. Ich nenne es Schwachsinn. Aber ich bin ja auch nicht gutmütig.
Worum es geht?
Die Stadt Solingen ist so gut wie Pleite. Deshalb muss gespart werden. Eine der Sparmaßnahmen besteht darin, der Solinger Straßenbeleuchtung temporär den Saft abzudrehen. Traurig aber wahr – hat doch, ironischerweise, einer der innovativsten Lichttechnik-Hersteller, die Firma Zweibrüder Optoelectronics, hier ihren Sitz.

Mittlerweile scheint es einige fortschrittlichere Ideen zu geben. Welche das allerdings sind geht aus dem entsprechenden Artikel auf rp-online leider kaum hervor. Er enthält vielmehr so viele Ungereimtheiten, dass sich der gemeine Mittelschüler nur am Kopf kratzen kann.

Zum Beispiel wird behauptet, dass man durch das Ausschalten bestimmter Leuchten von 23 bis 6 Uhr 28.000 Euro sparen könnte. In welchem Zeitraum auch immer.
Würde man die Lampen eine Stunde länger ausgeschaltet lassen, nämlich von 22 bis 6 Uhr, so seien nur noch 21.000 Euro drin. Man fragt sich, was für eine Ersparnis möglich wäre, wenn man die Lampen auch tagsüber brennen ließe.

Außerdem werden so genannte “Metall-Halogen-Dampflampen” angepriesen. Ich kenne Dampfmaschinen, Dampfkessel, Dampfbäder und Dampfplauderer. Dampflampen kenne ich nicht. Vielleicht sind ja Halogenmetalldampflampen gemeint. Die Fotografen unter uns würde es wegen der guten Farbwiedergabe freuen.

Und was hat es zu bedeuten, dass nachts auf einem Weg die Lichter ausgehen, der von Schulkindern genutzt wird? Was haben die nachts da zu suchen? Die gehören in’s Bett!

Naja. Wenigstens ist diese Form der “Information” im Internet kostenlos.

Danke an Tetti für den Denkanstoß.


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