Archiv des Oktober, 2007

Halloween…

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 31|10|2007.

…so richtig stilecht.
Mit Gespenst und so.
Der Imperator

Eine Ode an Zeitungs- und/oder Buchlesende S-Bahnfahrer

Verbrochen von Sabine und zwar am 31|10|2007.

Seit knapp 7 Wochen verbringe ich nun mehr oder weniger erfolgreich – das hängt immer etwas von den streikwütigen Lokführern ab – gut zwei Stunden am Tag in der S-Bahn und immer mehr vermisse ich die Menschen, die auf der Fahrt einfach nur lesen oder meinetwegen auch noch sich gemässigt unterhalten! Statt dessen dröhnen MP3-Player (oder noch schlimmer Musik über das Handy) und Mobiltelefone klingeln aus mindestens drei Richtungen um mich herum. Mich nervt das!!

Ich liebe es, mich in Ruhe durch die Gegend kutschieren zu lassen und dabei ein gutes Buch zu lesen. Nur leider ist das fast nicht mehr möglich. Oder halt nur sehr schwer, wenn man jede Seite fünfmal lesen muss, weil irgendein(e) Halbwüchsige(r) seine/ihre vornächtlichen Erlebnisse ins Handy bzw. in mein Ohr brüllt, oder mir verschiedene Hip-Hop-Bässe in den Gehörgang gehämmert werden.

Jetzt könnte man ja eigentlich sagen, dass es ja auch 1 Klasse Abteile in S-Bahnen gibt…, jaaaaa, aber wer schon mal von Solingen nach Düsseldorf oder vice versa gefahren ist, weiss das das nix, aber auch gar nix ändert (ausser im Portemonnaie).

Ich hol mir jetzt meinen eigenen MP3 Player und spiele darauf so laut Hörbücher ab, dass ich von dem Rest nichts mehr mitkriege – hoffentlich schlafe ich dabei nicht auf dem Weg ein und verpasse dann meine Haltestelle…..

Zivilcourage oder “Du kommst hier net rein!”

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 30|10|2007.

Der Geschäftsführer eines Hotels in Dresden verweigert zwei Mitgliedern der NPD die Buchung in seinem Hotel.
Yesss!
Full Story: Hier!

via Community Solingen

Städtisches Klinikum Solingen Part III – oder was mir dort Sonderbares widerfahren ist.

Verbrochen von Sabine und zwar am 30|10|2007.

Ich weiss, Krankenhausgeschichten sind etwas für alte Leute und nicht wirklich spannend, trotzdem möchte ich von zwei, drei Gegebenheiten berichten, die sich mir dort eingeprägt haben!

Am Tag der Aufnahme kam ich, nach der Arbeit, in Finns 2-Bett Krankenhauszimmer gehetzt, das zweite Bett war noch leer und ich dachte nur “wie angenehm!”. Leider währte dieser Zustand nicht lange an, es kam ein kleines Mädchen mit ihrem Vater herein und die beiden richteten sich in Zimmer 706 ebenfalls häuslich ein. Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu und als eine Ärztin nach Finn sah, fragte ich vorsichtig, ob denn noch die Mutter des Mädchens käme, oder ob eventuell der Vater hier bliebe. Die Ärztin meinte, dass sicher noch die Mutter kommen würde, aber sie wolle sich darüber erkundigen. Zwei Minuten später kam sie wieder rein und sagte, dass der Vater als Begleitperson eingetragen wäre, worauf ich ihr sagte, dass ich nicht wirklich gerne meine Nacht mit einem fremden Mann in einem Zimmer verbringen möchte. Verständnis in ihren Augen und prompt die Aussage “Es ist gerade ein Einzelzimmer frei geworden, zahlt ihre Versicherung das?” “Jaja und falls nicht, dann zahlen wir den Differenzbetrag…” Ein bis eineinhalb Stunden später kam meine spätere Lieblingskrankenschwester, um Finns Bett in das Einzelzimmer zu schieben, allerdings hielt sie noch eine freundliche Bemerkung für mich parat: “Es gibt eine Menge Leute, die es nicht stört mit einem fremden Menschen in einem Zimmer zu schlafen…!” – Äääähh, ja und? Das interessiert mich ehrlich gesagt absolut nicht! Aber ich ignorierte die Bemerkung und lächelte tapfer.

Finn hat natürlich einen Zugang für Infusionen und Antibiotika im linken Handrücken bekommen, nach zwei Tagen tat ihm das fürchterlich weh und er kriegte panische Angst, wenn man sich seiner linken Hand auch nur näherte. Ich bitte – wieder meine Lieblingskrankenschwester von der Spätschicht – : “Kann der Finn bitte ein tragbares Infusionsgerät bekommen, damit wir ein bisschen rauskönnen?!” “Nein, wir stöpseln ihn direkt ab!” Finn am schreien “Nein, nein, bitte nicht!!!” ,die blöde KS: “Finn, wenn du dir das nicht abstöpseln lasst, darfst du nicht raus!” – Oh, mir war nicht bewusst, dass ich im Krankenhaus meine Erziehungsberechtigung abgegeben hatte! Ich war bisher der Meinung, dass ich, Chris und zur Not noch der Kindergarten bestimmen dürfen, was Finn macht und was nicht, aber ich wurde eines Besseren belehrt.

So etwas Ähnliches fand dann nochmal statt und als Finn und ich einen anderen Tag raus wollten um Papa Tschüsss zu sagen, hatte ich die Nase von dem Theater voll und habe den ganzen Tropf mit raus geschoben. Dummerweise fing das Gerät auf dem Rückweg an zu piepen und ich musste, wieder auf der Station, eine andere Krankenschwester um Hilfe bemühen. Oh Mann, hätte ich das nur nicht getan! Eine halbe Stunde lang musste ich mir einen Vortrag anhören, dass man damit die Station auf keinen Fall verlassen darf und Weisheiten wie “Wer redet dem kann geholfen werden” zogen sich wie ein roter Faden durch die Standpauke, die dann am Ende in der Bemerkung “Wenn das Ding umgefallen wäre und Sie hätten damit jemanden verletzt, hätten wir einen riesen Versicherungsfall gehabt und hätten für Sie in den Knast gehen müssen!” Und dieser Mist wurde mit aller Ernsthaftigkeit vorgetragen!

Ich wende mich jetzt direkt an das Städtische Klinikum: Ihr seid Dienstleister! Und auf der Kinderstation seid ihr, bis auf wenige Ausnahmen, verdammt schlechte Dienstleister! Wenn es sich vermeiden lässt, kaufe ich in eurem Laden nicht mehr ein!

Wir schocken den Opa

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 29|10|2007.

Finn hat von seinem Opa ein Polizeiauto geschenkt bekommen.
Weil er so tapfer war als man ihn im Krankenhaus öfter gelöchert hat als einen Fakir-Azubi im dritten Lehrjahr.
Finn (3J,6M): “Opa schau! Da steht Polizei drauf. Peh, Oh, Ell, Ihh, Ess, Eh Ihh!”
Ungläubiges Staunen.

Kriegsbemalung

Solingen ist Pleite.

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 28|10|2007.

56,46 Millionen Schilling (oder wofür seht das “S” auf dem Kontoauszug?).
Das ist soweit ja nichts neues. Wer, wie ich, regelmäßig Herrn Wenkes Solingen-Blog ließt ist über die finanzielle Schieflage des Solinger Haushalts bestens und auf höchst unterhaltsame Weise informiert.
Wer keine Lust auf soviel Text hat ruft am besten http://www.solingen.de auf und zählt die einzelnen Bytes die da aus der Leitung tropfen. Ein guter Anhaltspunkt dafür, dass im Rechenzentrum der Stadt noch 286er als Server werkeln.

Meine Lieblingsmuppets!

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 27|10|2007.

Waldorf und Statler.
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(fast) Gesund

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 27|10|2007.

Ich bin heute entlassen worden.
Zusammen mit meinem Sohnebär.
Aus dem Krankenhaus.
Dem heiligen Zarquon sei’s gedankt.
Nachdem die Ärzte mittels modernster und wahrscheinlich sündhaft teurer (warten wir die Rechnung mal ab…) Analysemethoden eine Mandelentzündung diagnostiziert hatten habe ich für den mittlerweile wieder hervorragenden Gesundheitszustand unseres Sohnes eine ganz eigene Erklärung:
Allroundmedikament
Allheilmittel (Schleichwerbung)

Ganz nebenbei habe ich dann auch den Standort der einzigen permanenten Solinger Webcam gefunden:
Netzauge
Klinikum Solingen, 7ter Stock, Aufenthaltsraum der Kinderstation

Wenn das hier alles vorbei ist…

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 25|10|2007.

Wenn das hier alles vorbei ist, der Finn wieder
auf den Beinen ist, die Sorgen und Ängste fast vergessen und die Rechnungen bezahlt sind wird mir nicht viel von diesen Tagen im Solinger Klinikum in Erinnerung bleiben.

Die Aufzüge vielleicht, von denen es anscheinend zu viele gibt.
Denn leider können sie sich weder entscheiden welcher jetzt gerade Dienst hat noch -falls der diensthabende gefunden wurde- auf welchen vertikalen Irrwegen sie einen auf die gewünschte Etage (7) bringen.
Umsteigen inklusive. Kein Witz.

Die unglaubliche Bürokratie, die in Bewegung gesetzt werden muss um von irgendwo in diesem riesigen Komplex ins Internet zu kommen.
“Die Station muss mir das schriftlich anfordern, am besten per Fax wenn es schnell gehen soll. Und für die Kosten müssen sie sich an die Personalabrechnung wenden.” Häää???

Die Ärzte, die mir wunderbar erklären können welcher Blutwert bei meinem Sohn so seltsam hoch ist aber nicht warum und schon gleich gar nicht ob ich mir Sorgen machen muss.
Ich mache mir Sorgen.
Kann ja nicht schaden.

Die Gründe warum ich Ärzte nicht mag.
Warum ich Krankenhäuser hasse.
Und warum es mir lieber wäre der Blitz möge mich beim Scheissen erschlagen als das an mir herumgedoktort wird.

Unserem Sohnemann wünsche ich, dass er das alles so schnell wie möglich vergisst.
Sonst wird er noch so wie sein Vater…

Nostalgie HX-3

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 19|10|2007.

Aus irgendeinem Grund habe ich mich vorhin an mein erstes Kassettendeck erinnert.
Es war ein AKAI HX-3 und ich habe es geliebt. Alles daran wurde mit Tipptasten bedient. Sogar für die Aussteuerung gab es “+” und “-” Tasten. Kein lästiges Gefummel an irgendwelchen Drehreglern. Das Bandzählwerk war digital und nicht so ein altmodisches Analog-Kilometerzähler-Teil. Es war silbern und bekam nur Metal-Kassetten zu futtern. Also keine Kassetten mit Metallmusik drauf sondern Metal-Tapes nicht so ein Chromdioxid-Mumpitz. Mindestens 3db mehr, Ihr wisst, was ich meine. Zweimal habe ich die Antriebsriemen komplett austauschen müssen. Immer hatte ich eine Schraube übrig. Egal.
Irgendwann in den frühen 90ern gab es dann den Geist auf. Hab nie herausgefunden warum. Wenig später habe ich dann meine Macke immer und überall mit einem tragbaren Kassettenabspielgerät rumzurennen aufgegeben.
Und auch wenn ich jetzt klinge, wie mein eigener Großvater: Sich heute eine CD zu brennen oder seinen mp3-Player zu bespielen ist einfach nicht dasselbe.


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