Archiv des Juli, 2009

Des Landwirts Porsche

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 31|07|2009.

Was für ein Schätzchen!
911er… pah. Das hier ist mal ein Porsche:

Porsche Diesel Standard

Porsche Diesel Standard

Mit diesen neumodischen, vollverkleideten, stromlinienförmigen Yuppieschüsseln aus Zuffenhausen kann schließlich jeder herumgurken.
Dieses Exemplar hingegen verlangt nach dem ganzen Kerl mit Körperkraft in Arm und Bein sowie strapazierfähigem Sitzfleisch.

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Ämterfrust oder: Meine Ex-Cousine

Verbrochen von Sabine und zwar am 29|07|2009.

Jaaa ich weiß, Ex-Cousinen gibt es nicht, aber manchmal wünschte ich man könnte sich von gewissen Teilen der Verwandschaft einfach entverwandschaften!

Meine Ex-Cousine und ich waren vor langer Zeit einmal (fast) wie Schwestern. Sie heiratete irgendwann, bekam zwei Kinder – ich trödelte immer noch in der Weltgeschichte rum und nahm das Leben so wie es kam (ok, nicht immer. Manchmal wurde es mir auf auch irgendwie aufgezwungen). Irgendwann jedoch knallte bei ihr eine Sicherung durch, die teilweise wirklich unschöne Auswirkungen auf ihre und meine Familie hatten. Wäre es bei der einen Sicherung geblieben, hätte man sicherlich sagen können „Ok, passiert mal! Vergessen!“ aber es knallten immer mehr und ich fing schon an mich zu fragen, wie viele davon ein Mensch besitzen kann…!

Die zwei wichtigsten Dinge waren sicherlich die Trennung von ihrem Mann und der Tod meines Opas. Trennen kann sich jeder, aber es kommt immer auf die Art und Weise an und die war sehr sehr unschön. Kurz darauf wurde wieder geheiratet und was für eine Knallcharge!! Aber egal. Fakt ist, sie ist seit 2003 (da habe ich sie zum letzten Mal gesehen, als sie, die Kinder und ihr damals noch Lebensgefährte, uns besucht haben und ich sie dann wegen groben Fehlverhaltens rausgeschmissen habe) mit ihrem neuen Mann und den Kinder mindestens 5x umgezogen, immer wieder in ein neues Bundesland – neuer Kindergarten, neue Schule, neue Leute. Und der leibliche Vater (also Ex-Mann) hat die Kinder bisher vielleicht 2 bis 3 Mal sehen dürfen.

Mein Opa ist 2004 gestorben und hat eine Menge Menge Krempel hinterlassen. Da meine Ex-Cousine Vollwaise ist, war sie zu einem Drittel erbberechtigt. Geholfen hat sie aber nicht, nur die Hand aufgehalten und geklagt! Und wie sie klagt, ständig zieht sie vor Gericht, als Hartz IV-Empfängerin zahlt sie das ja glücklicherweise nicht…! So kann sie ihrem Ex-Mann immer schön eins auswischen – auch wenn ich bis heute nicht verstanden habe warum – und sich daran hochziehen.

Und so kommt es auch, dass ich jetzt diesen Beitrag schreibe, denn nun gab es wieder eine Verhandlung. Ihr Ex-Mann und leibliche Vater der beiden Kinder, versucht alles ihm Mögliche, um seine Kinder zu sehen, so trifft man sich also immer vor Gericht, diesmal in Aalen. Und da hat die Dame des Jugendamtes doch tatsächlich erzählt, dass wir (also die Olsens) schuld daran wären, dass ihr Ex-Mann die Kinder nicht sehen darf. Wir würden sie nämlich ausfragen und dann alles notieren. So hat es ihr nämlich meine Ex-Cousine gesagt. Und dann stimmt das natürlich auch, das muss man beim Jugendamt in Aalen nicht vorsichtshalber mal überprüfen. Hätte diese Dame vom Jugendamt das nämlich getan, hätte sie feststellen müssen, dass ich – wie schon erwähnt – die beiden zum letzten Mal im August 2003 gesehen habe und da war meine Ex-Cousine dabei und meine Eltern haben die Kinder zum letzten Mal auf der Hochzeit von ihr und der Knallcharge respektive auf einer Gerichtsverhandlung vor einigen Jahren, gesehen. Wie sollen wir die Kinder also ausfragen können – mal davon abgesehen, dass uns das Leben der beiden überhaupt nicht interessiert – und dann auch noch schuld daran sein, dass sie ihren Vater nicht sehen dürfen?! Was ist das schon wieder für eine Willkür?

Also liebe Dame vom Jugendamt in Aalen – sie lesen von uns, seien Sie sich sicher! Und liebe Ex-Cousine: Du hättest dich besser gleich zusammen mit deiner Knallcharge in die Psychiatrie begeben sollen, da seid ihr beide besser aufgehoben und die Kinder würden vielleicht endlich mal zur Ruhe kommen!

Masochist

Verbrochen von Sabine und zwar am 29|07|2009.

Nee, toller Vormittag war das! Ich wurde getreten, geboxt, geschlagen, an den Extremitäten gerissen und in Stellungen verdreht, die mir völlig unbekannt sind. Aber es geht mir gut, zumindest besser als vorher! Bin ich jetzt Masochist?

Die liebe Hasenfamilie (Mone, Andy und Collin) haben mir zum Geburtstag nämlich eine einstündige Thai-Massage geschenkt. Da ich seit zwei Tagen mit üblen Nacken- und Schulterschmerzen zu kämpfen habe, fiel mir der Gutschein wieder ein. Was für ein Glück! Ich hab auch gleich einen Termin bekommen und bin in freudiger Erwartung einer Oberkörpermassage losgedüst. Hahaahaaa, von wegen! Als erstes darf man sich bis auf den Schlüpper entkleiden, dann muss man sich auf so eine Art Futonbett legen und dann geht’s los! Rücken, Arme, Beine, Finger, Zehen, Kopf. Mit den Händen, mit den Ellebogen und mit den Füßen. Eingeölt bis obenhin und während man versucht nichts ständig laut aufzuschreien, sondern tapfer zu lächeln, leistet die zierliche junge Dame echte Schwerstarbeit. Ich wusste bis heute jedenfalls nicht, wo man überall Schmerzen haben kann.
Aba schee woars.
Zwar sind die Verspannungen im Nacken-/Schulterbereich nicht weg, aber doch um einiges besser und mehr war auch für einmal nicht zu erwarten. Empfehlen kann ich es jedem und wenn auch nur um festzustellen, was der Körper für eigenartige Stellen hat…

Ich bin schon erwachesn

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 28|07|2009.

…ja Herr Ober, ich bin ein Erwachesner.
Wirklich.
Und jetzt die Glutamatbombe zu sieben-achtzig aber zackig!

erwachesne

Erwachsene bezahlen 2 Euro mehr. Gesehen in Wuppertal.

Wie gemalt

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 28|07|2009.

Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der Unbegabten und Faulen.
(Charles Baudelaire)

Jetzt weiß ich endlich, warum ich knipse und nicht den Pinsel schwinge.

Wolken - wie gemalt

Wolken - wie gemalt

Projekt 52 – 30 (Himmlisch)

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 27|07|2009.

Es gibt ja viele himmlische Objekte. Viele davon nicht unbedingt so gut sichtbar wenn man nicht eine Kamera hochschießt um sie zu knipsen. Hat die Nasa gemacht. Mehrfach. Und die Ergebnisse hab ich hier verwurstet.
Ja ich weiß, das Bild gab’s hier schonmal. Aber nicht in einer halbwegs brauchbaren Auflösung und mit Beschriftung.
Und außerdem ist der Herr Gemba sowieso an allem schuld. Der hat mich nämlich drauf gebracht.

Farbkastensonnensystem

Sonnensystem im Farbkasten - Klick macht groß

Dies ist der dreißigste Wochenbeitrag zum Projekt 52 von Sari.
Das Wochenthema lautete „Himmlisch“.
Mehr Infos zum Projekt.

Asoziales Pack

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 25|07|2009.
"Entsorgung" am Wegesrand

Müll-"Entsorgung" am Wegesrand

Besser hätte ich es nicht formulieren können.

Projekt 52 – 29 (Superhelden)

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 23|07|2009.

Schwere Geburt, das dieswöchige Thema. Natürlich gibt es Interpretationsspielraum – wie jede Woche. Natürlich kann jeder machen, was er will – schließlich ist das Projekt52 keine Schul- oder gar Studienaufgabe. Wäre es jedoch eine würde ich den Stempel „Thema verfehlt“ auf so manches Bild drücken.
Mir ist schon beim Thema „Alt und Neu (Woche 23)“ aufgefallen, dass es viele mit „Alt und Jung“ verwechselt haben(ein kleiner aber feiner Unterschied) und es entsprechend viele „Oma und Enkel“-Fotos zu sehen gab. So auch dieses Mal. Das Thema ist „Superhelden“ und viele verwechseln es mit „Helden des Alltags“ oder „Mein persönlicher Held“. Ich frage mich, was gezeigt wird, wenn Sari eines dieser Themen aus der Trommel zieht.
Vielleicht bin ich aber auch zu pedantisch… wer weiß?

Zum Thema.
Spiderman vs. Bernd das Brot (meine erste Idee) hat es nicht ganz geschafft. Ich bin mir aber sicher, dass wir Bernd noch woanders zu sehen bekommen. Der Gotham-City-Ruft-Batman-Scheinwerfer ist’s geworden. Hier in der Miniatur-LED-Spielzeug-Ausführung. Jetzt muss ich nur noch den Nebel wieder aus dem Studio kriegen…
*hust*

LED-Spielzeug aus Sohnemanns Juniortüte aka Happymeal aka Kids Menu

LED-Spielzeug aus Sohnemanns Juniortüte aka Happymeal aka Kids Menu

Dies ist der neunundzwanzigste Wochenbeitrag zum Projekt 52 von Sari.
Das Wochenthema lautete „Superhelden“.
Mehr Infos zum Projekt.

Armes Deutschland!

Verbrochen von Sabine und zwar am 23|07|2009.

Wie oft ich diese zwei Worte in den vergangenen Jahren wohl schon zu mir gesagt habe? Oft genug bestimmt!

Nachdem ich gelesen habe wer und mit wem die Biographie von der Ulknudel Bushido verfilmt / verfilmt wird muss ich es heute einfach sagen. 650.000,- Euro Förderung für einen „Film“ von Eichinger und Edel mit Hannelore Elsner, Moritz Bleibtreu und Uwe Ochsenknecht. Kein Wunder das der deutsche Film in der Welt nicht anerkannt wird, wenn sich für diesen Bockmist keiner zu schade ist! Und das Geld der Förderung könnten (wenn schon für Filme eingesetzt) andere Filmemacher, die wirklich etwas zu sagen haben, ganz bestimmt besser gebrauchen, als die oben genannten „Sehr-gut-Verdiener“!

Klar, man könnte jetzt auch sagen, dass sich keiner zu schade war über die RAF einen Film zu machen und darin mitzuspielen, aber das kann man wenigstens noch als traurigen und erschreckenden Teil der deutschen Geschichte durchgehen lassen. Bushido’s Biographie ist aber weder deutsche Geschichte noch sonst irgendetwas Erwähnenswertes.

Allein die Tatsache das das Wort „Bushido“ (japanisch) ein Kodex der moralischen Grundsätze ist – u.a. Höflichkeit und Einfachheit – die von einem Ritter (Samurai) beobachtet werden sollen, führt Herr Bullshit äähh…Dingens…äähh…Ferchichi doch ad absurdum. Das wäre so ähnlich als würde ich mich „federleichter Jungfrauenliebreiz“ nennen.

Ich könnte mich seitenweise über diesen Bockmist aufregen, aber bringen wird’s mir auch nichts. Sollen die anscheinend Gehirnamputierten diesen Film produzieren, ihre Rollen spielen und den unglaublichen Scheiß den dieser Typ durch seinen gewaltverherrlichenden Sprechgesang (Musik will ich dazu einfach nicht sagen) in die Ohren unserer Kinder drückt, weiterverbreiten (hatten wir das vor 76 Jahren nicht schon mal???).

ARMES DEUTSCHLAND!

Rohkost

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 22|07|2009.

Die einen sagen: „Der Fotograf, der was auf sich hält, fotografiert im RAW-Modus um auch nachträglich am Computer noch das letzte Quentchen Detail aus seinen Bildern rausholen zu können und die optimalen Bildeinstellungen zu finden.“
Die anderen sagen: „Wäre er ein guter Fotograf bräuchte er das gar nicht.“

Wie auch immer man es betrachten mag, zwei Dinge sind sicher:

  1. Knipse ich im RAW-Modus dann flutscht das Bild ohne irgendeine Nachbearbeitung direkt vom Sensor auf meine Speicherkarte. Es enthält in diesem Stadium viel mehr Information als es ein JPG jemals könnte und einen Helligkeitsumfang, den heutige Monitore/Grafikkarten nicht darstellen können.
  2. Um ein RAW beispielsweise in ein JPG zu übersetzen muss ich eine Menge dieser zusätzlichen Information weglassen und mich für die Informationen entscheiden, die es in die endgültige Bilddatei schaffen sollen. Dazu benötige ich einen „RAW-Konverter“.

Ich hab da mal was vorbereitet:

RAW(rechts) versus JPG(links) (KliMaGro)

RAW(rechts) versus JPG(links) (KliMaGro)

Die rechte  Bildhälfte zeigt das mit RawTherapee bearbeitete RAW, die linke Bildhälfte das JPG, wie es mit Standardeinstellungen aus der Kamera kam.

In meinem Beispiel gibt es einen ziemlich großen Bereich im Vordergrund, der auf dem unbearbeiteten Bild komplett schwarz erscheint. Warum? Um nicht überzubelichten (was dazu geführt hätte, dass in den helleren Bereichen der Wolken keine Strukturen mehr erkennbar gewesen wären) musste ich mich für eine Zeit/Blendenkombination entscheiden, die dazu führte, dass dunkle Bereiche im Bild fast komplett schwarz sind. Das entspricht allerdings nicht dem Eindruck, den mein Auge von diese Szenerie hatte. Ich konnte das Maisfeld im Vordergrund sehr gut erkennen. Das menschliche Auge ist aber auch wesentlich weiter entwickelt als der Bildsensor einer Kamera und passt seine Blende noch dazu kontinuierlich an.
Um also dem nahe zu kommen, was das Auge sah muss ich die dunklen Bereiche ein wenig aufhellen. Das funktioniert aber nur, wenn die dunklen Bereiche noch ausreichende Abstufungen aufweisen und das tun sie im RAW-Format. In einem JPG wären die schwarzen Bereiche im Vordergrund einfach nur schwarz und ohne Konturen. RAW kennt aber auch noch eine Menge Abstufungen von „schwarz“ und aus diesen lassen sich durch Aufhellung wieder Konturen herstellen. Außerdem kann man noch alle möglichen anderen Korrekturen vornehmen. Weißabgleich zum Beispiel.

Jetzt hab ich mich schon wieder viel zu sehr in die Details verrannt dabei wollte ich eigentlich was über Raw-Therapee schreiben. Also:

„Raw-Therapee“ ist ein Raw-Konverter, der es durchaus mit Lightroom, Bibble und Co. aufnehmen kann dazu aber ein ganzes Stück günstiger ist als die Konkurrenz. Genauer gesagt ist es „Donationware“ was soviel bedeutet wie: „Wenn’s Dir gefällt darfst Du gern was spenden.“
Der Funktionsumfang ist riesig. Es werden diverse Formen der Belichtungsanpassungen unterstützt, die Tonwertkurve ist dabei, Farbtemperaturanpassung, Entrauschung, Verschärfung, Vignettenentfernung usw, usf. Einzig die von Lightroom 2.x bekannten zerstörungsfreien Verläufe und Reparaturpinselspielereien fehlen. Aber hey: Irgendwofür muss das Bildbearbeitungsprogramm ja auch noch gut sein.
Presets (also RAW-Entwicklungseinstellungen) können nach belieben gespeichert werden und jeder Bearbeitungsschritt liegt auf einem Stapel durch den man vorwärts und rückwärts navigieren kann.
Ein weiterer Vorteil: Portabel ist das Ganze. Das einmal installierte Programm einfach von der Platte auf nen Stick kopieren und schon kann man RAW auch auf dem Rechner von Opa Peter machen.
Ausserdem entfällt bei RawTherapee das ganze Katalog-Gefummle á la Lightroom. Es wird mit den Dateien auf dem Datenträger gearbeitet und fertig. Für mich ein Vorteil. Ich weiß ganz einfach gern wo meine Daten sind bzw. nicht mehr sind.
Mein Fazit: Wer auf Fortgeschrittenes Rumgepinsel und eine Katalogdatenbank verzichten kann sollte sich RawTherapee unbedingt ansehen. Ich werde auf jeden Fall etwas „donaten“.
Hier geht’s zur RawTherapee-Website.

Noch nicht satt?
Mehr Infos zu RAW bei Markus Waeger und Traumflieger.de.
Wie so eine Bearbeitung im RAW-Konverter (hier allerdings Lightroom) funktioniert seht ihr bei kwerfeldein.de


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