Archiv der Kategorie: 'Klugscheisserei'

Mehr Sex dank iPhone

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 11|08|2010.

Irgendwer hat in diesem Internet mal irgendwen befragt, wie es denn so um sein Sexleben bestellt sei und welches Handy er habe. Daraus hat dann wiederum irgendwer einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Besitz eines Iphones und der Anzahl der sexuell induzierten Zusammenstöße (höhö) im Vergleich zu Besitzern anderer Handys abgeleitet. Die Schlagzeilen-kompatible Schlußfolgerung lautete ungefähr so: “IPhone sorgt für mehr Sex!”

iHagenuk

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Und das ist natürlich Blödsinn. Glaubt mir, liebe Herren der Schöpfung: Wenn ihr ausseht wie Quasimodo nach einem üblen Chemieunfall, 12 1/2 Meilen gegen den Wind müffelt wie 14 Tage in der Waschmaschine vergessene Wäsche und vor Intelligenz sprüht wie ein Maschendrahtzaun – ihr könnt euch 12 Iphones kaufen und habt trotzdem nicht mehr Beischlaf als vorher (also vermutlich keinen).
Es ist vollkommener Unfug aus einem gleichzeitigen Anstieg zweier Werte (hier Telefon und Ruckelei) ohne wissenschaftlich fundierte Analyse auf deren unmittelbaren Zusammenhang zu schließen. Meistens gibt es da nämlich keinen. Vielmehr ist es oft ein dritter Wert von dem die beiden anderen abhängen oder aber die Richtung des Zusammenhangs ist schlicht anders herum.
Und so ist es höchstwahrscheinlich auch hier.

Möglich wäre es zum Beispiel, dass das Geld eine wichtige Rolle spielt.
Ein gewisser monetärer Status soll ja anziehend und KnickKnack-fördernd wirken. Deshalb liegt es nahe, dass Kollege Applejünger davon genug auf Tasche hat um seine Koitalbilanz zu verbessern – sei es durch den regelmäßigen Besuch bei den Damen der horizontalen Front oder durch zahlreiche Geschenke an die jeweilige Lebensabschnittsgefährtin.

Das Alter spielt vermutlich auch eine Rolle. Der Durchschnittskäufer eines Apfeltelefons dürfte sich in der sexuell aktiveren Phase seines Lebens befinden als Käufer von Fernsprechern mit besonders großen Tasten, Riesendisplay und Hörgeräte-kompatiblem Lautsprecher.

Den Abertausenden Vertretern der Oversexed-and-underfucked-Fraktion kann ich deshalb nur raten, sich öfter mal zu waschen, vielleicht einen Duft aufzulegen, die Haare zu stylen und der Dame der Schöpfung das eine oder andere Kompliment gefolgt von ein wenig Grünzeug und hübscher Unterwäsche an die Marmel zu werfen. Außerdem die Brille runterklappen und weniger Bier trinken. Und nein, dafür gibt es keine App.

(siehe auch “Bier macht dick und Fernsehen doof“)

Die Sommerloch-Talsohle ist erreicht…

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 10|08|2010.

…dass es ab jetzt wieder aufwärts geht bezweifle ich allerdings.

SpiegelOnline schrieb soeben:

GEZ verlangt Geld von totem Dackel

Die Aufmacher-Taskforce der Bild-”Zeitung” erblasst angesichts dieser Überschrift kollektiv vor Neid.

Nachtrag: Es ist alles sogar noch viel absurder.

Jabulani

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 08|07|2010.
Jabulani

Jabulani (Klick macht groß)

Und rechnen können sie auch nicht

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 06|07|2010.

50 von 100 Menschen könne keine Prozentrechnung… das sind mehr als 80 Prozent!
Und dazu gehören offensichtlich auch einige Mitarbeiter der Spiegel Online Redaktion. Jedenfalls liest man heute:

Von den 608 Terawattstunden, die 2009 aus erneuerbaren Quellen verbraucht wurden, stammten knapp 12 Prozent aus der Wasserkraft, gefolgt von Windenergie (4,2 Prozent), Biomasse (3,5 Prozent) und Solarstrom (0,4 Prozent).

He! Moment mal! Man muss gar keine Prozentrechnung können um zu sehen, dass da was nicht stimmt… Addition reicht schon:
Mal sehen… 12%+4,2%+3,5%+0,4% = 20,1%
Aus welchen erneuerbaren Energien werden die restlichen 79,9% verbraucht frage ich mich…
Hamsterräder?

Nimmt man den Text auseinander, schüttelt ihn drölfmal gut durch und setzt ihn dann vorsichtig wieder zusammen könnte man vermuten, dass der Autor folgendes meinte:
Von den 3042 Terawattstunden, die die EU 2009 vebraucht hat stammen 80% aus fossilen bzw. atomaren Energiequellen. Auf regenerative Energien entfielen: 12 Prozent aus Wasserkraft, gefolgt von Windenergie (4,2 Prozent), Biomasse (3,5 Prozent) und Solarstrom (0,4 Prozent).
Aber dann sollte er das auch verdammt nochmal schreiben.

Welcher Aufzug?

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 28|06|2010.
Aufzug ausser Betrieb

"Aufzug außer Betrieb" (klick macht groß)

Es handelt sich vermutlich um den Aufzug No. 9¾
Oder es trug sich so zu: “Hey! Trockenbauer! Mach mal ne Wand vor die Aufzugtür. Rigips oder sowatt… nä? Aber lass den Rufknopp da wo er iss – sonst finden wir den Schacht nie wieder!”

Fotografie: Lernen, lernen, lernen popernen!*

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 07|05|2010.

Auch mir wurde mein gefährliches Fotografiehalbwissen nicht in die Wiege gelegt. Vieles von dem, was ich heute über das Knipsen und das nachträgliche Spielen an den Reglern weiß habe ich mir angelesen… oder abgeschaut – wenn man so will.

Den Seiten von Tom Striewisch (www.fotolehrgang.de) und Roland Frisch (www.rofrisch.de) verdanke ich bestimmt 90% meines fotografischen Grundlagenwissens.
Und ganz egal, was andere sagen: Grundlagen sind wichtig!
An dieser Stelle meinen Dank dafür.

Gestern bin ich nun zufällig über eine Seite “gestolpert”, die sehr anschaulich und detailliert über die Grundlagen hinausgeht. In englisch zwar aber hey: Wenn ich das verstehe… (-:
Für den fortgeschrittenen Hobbyisten mehr als empfehlenswert: cambridgeincolour.com Lesebefehl!!!

*) ist nicht von mir, sondern von Helge, die Überschrift.

Mammatus

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 13|04|2010.

Willkommen im Lieblingsblog des gepflegten Klugscheißens.
Mammatus ist kein Schimpfwort für Frauen in post-gebärfreudigen Alter.
Es handelt sich vielmehr um die beutelförmigen Strukturen an der Unterseite bestimmter Wolken.
Sowas hier:

Mammatus am Himmel über Hilden

Mammatus - beim letzten Cacheausflug in Hilden entdeckt. (Klick macht groß)

“Hach! Schau mal, Schatz, die schönen Mammatus am Himmel!” – “Halt die Klappe und lass uns rein gehen – sieht aus als würde es gleich mächtig schiffen.”

Klickibunti

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 29|03|2010.

Es ist wahr. Der Computer hat vieles einfacher gemacht. Von A nach B zu kommen zum Beispiel, eine russische Bedienungsanleitung in gebrochenes Deutsch zu übersetzen, die Steuererklärung oder sich vor einem Millionenpublikum zum Deppen machen… alles keine 3 Klicks entfernt.
Schön.
Das Problem an der Sache: Das Hintergrundwissen geht dabei verloren. Und genau das ist eine der treibenden Kräfte der Weltwirtschaft. Wüsste der Mensch noch, wie genau etwas funktioniert – er könnte es selbst tun; was schlecht wäre denn dann könnte man ihm ja keine teure Software verkaufen, die genau das auf Knopfdruck erledigt.
Nehmen wir die heutigen Bildbearbeitungsprogramme. Teure Eier legende Wollmilchsäue, die dem Benutzer so gut wie alles abnehmen. Inklusive der Kontrolle über das Ergebnis.
In Lightroom beispielsweise gibt es eine Menge Regler, die nichts anderes tun als Kanalabhängig die Gradationskurve zu ändern. Diese ganzen “Crossprocessing”-Spielereien basieren zum Beispiel darauf. Oder nehmen wir den “Klarheit”-Regler. Nichts anderes als ein Unscharf-Maskieren-Filter mit entsprechend großem Radius. Die “Verlaufsfilter”-Funktion lässt sich wunderbar über die “Ebenen”-Funktionen einer beliebigen Bildbearbeitungssoftware nachbilden.
Ich habe nichts gegen Lightroom – jeder soll selbst entscheiden, ob er gewillt ist 250 Tacken für eine Software auszugeben, die einem die Platte schneller zumüllt als man “Desoxyribonucleinsäure” sagen kann und sich -während sie das tut- kaum dazu überreden lässt ihrem eigentlichen Verwendungszweck nachzukommen (nämlich RAW Dateien zu entwickeln). Ich finde es nur einfach schade, dass das Hintergrundwissen um das, was früher noch echtes Handwerk war durch immer einfachere Software verloren geht. Und mit ihm die unzähligen Variationsmöglichkeiten und Techniken. Letztlich die Vielfalt.
Wie dem auch sei. So lange mein 8 Jahre altes Photoshop 7 noch funktioniert mache ich das meiste damit.

Der Rhein bei Düsseldorf Himmelgeist

Der Rhein bei Düsseldorf Himmelgeist. (Klick macht groß)

Hörbare Akustik

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 15|03|2010.
Hörakustik im www

Hör-Akustik und www...www... (Klick macht groß)

Frei nach Dalli Dalli: “Hör-Akustik” ist doppelt gemoppelt und einmal “www” ist zuviel. Müssen wir abziehen.

“Geschliffene” Formulierung bei RP-Online

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 15|03|2010.

“…einen 50-jährigen Kradfahrer gerammt und dabei den Mann sowie das Zweirad rund 25 Meter mitgeschliffen.”
(Quelle: rp-online)
Die Benutzung von “geschliffen” ist an dieser Stelle nicht nur falsch sondern auch noch reichlich makaber.

Edit: Die Redaktion hat den Fehler nach Hinweisen aus der Bevölkerung korrigiert. Das CMS scheint aber nicht in der Lage zu sein den Zeitpunkt der letzten Änderung gescheit zu aktualisieren.


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