Archiv der Kategorie: 'Kunst?'
Wer erklärt mir die Kunst?
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 09|02|2010.Wer sich, so wie ich, mit der Fotografie beschäftigt, ja sogar das eine oder andere (in meinen Augen) ansehnliche Bild hervorbringt kommt nicht umhin sich früher oder später Gedanken über Kunst zu machen. Ich machte mir eigentlich schon viel früher Gedanken über Kunst Lange bevor ich eine Kamera besaß.
Im Kunstunterricht, bei meinem ersten Praktikum in einer Langenfelder Werbeagentur, in meiner Pubertät…
Zugegeben: In meiner Pubertät machte ich mir Gedanken darüber, wie den Jungs um mich herum das Kunststück (hehe) gelang Bräute abzuschleppen oder nach dem Genuss von drölf BatidaKirsch (hach… die Neunziger) am nächsten Morgen aufzuwachen ohne im Schädel einer Katzengroßfamilie Asyl zu gewähren.
So ganz dahinter gekommen bin ich nicht.
Für mich musste Kunst schön sein, originell. Sie musste mir gefallen, ich musste ihr ansehen oder anhören, dass sie mit Arbeit verbunden war. Gehirnschalz, Blut, Schweiß… sowas. Neu sollte sie sein, mir bisher noch nicht begegnet, etwas besonderes. Alles sehr subjektive Parameter.
Wenn Kunst aber solch eine subjektive Angelegenheit ist – wie kann es dann sein, dass es Werke gibt, die einfach “Kunst” sind?
Objektiv? Allgemeingültig?
“Was soll das sein?” – “Das ist Kunst.” – “Für mich ist das keine Kunst.” – “Ist es aber.”
Ich verstehe es nicht.
Wie ich ausgerechnet jetzt darauf komme?
Ich habe heute etwas über Boris Becker gelesen. Fotokünstler. Hab die Kunst nicht gefunden.
Vielleicht bin ich aber auch einfach zu blöd.
Sparflammen-Bento
Verbrochen von Sabine und zwar am 27|01|2010.Bis vor kurzem wusste ich noch gar nicht, was das überhaupt ist. Irgendwo – ich weiß wirklich nicht mehr wo das war – bin ich jedoch darüber gestolpert und habe mich etwas oberflächlich damit befasst. Bento ist die japanische Darreichungsform von Speisen. Gut, die Japaner machen daraus wieder eine Kunst wie man z.B. hier sehen kann, mir ist dadurch aber aufgefallen, wie lieblos ich meinem Sohn morgens sein Kindergarten-Frühstück in die Brotdose packe.
Da es alles mögliche an Zubehör für diese besondere Art der Lunch-Box Zubereitung gibt (Boxen, Löffelchen, Piekser, Förmchen etc.) habe ich es mir einfach erlaubt diese Sache auf mein Niveau herunterzubrechen. Das heisst: Wenig Zeit morgens vor der Arbeit, kein künstlerisches Geschick und Ungeduld. Also bin ich gestern 15 Minuten früher aufgestanden und das ist dabei herausgekommen:

Das Sandwich in Herzchenform ist erst mal gar nicht gut angekommen, denn die anderen Jungs haben Finn wohl ausgelacht. Allerdings hat die Erzieherin ihm gleich erklärt, dass seine Kumpels nur neidisch sind, das aber niemals zugeben würden und deswegen lachen.
Heute habe ich ihm dann ein Segelschiff-Sandwich mitgegeben…
Lightpainting
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 04|11|2009.Was tun, wenn man weder Lust auf “Autospielen”, UNO, Fernsehen oder Wii hat?
Wenn draußen das Wetter schlecht ist und der Sohn mehr Hummeln im Hintern hat als der bundesdeutsche Durchschnittsimker?
Lightpainting!
Unter Lightpainting versteht man das Malen mit Licht. Man nimmt einfach alles her, was irgendwie Licht macht und schwenkt, dreht und bewegt es in der Gegend herum als hätte man mehrere Wochen lang seine Medikamente nicht genommen.
Vorher sollte man seine Kamera aber noch auf ein Stativ klemmen, den Raum abdunkeln und die Verschlusszeit auf Werte jenseits der Viertelsekunde stellen.
Haben wir gemacht. Der Finn und ich. Und das ist dabei herausgekommen:



Hat einen Mordsspaß gemacht und ist -bei vollem Körpereinsatz- anstrengender als es aussieht.
Hier noch unser Equipment:
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Mehr Licht
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 30|10|2009.Fotografen Grundregel: Je weniger Licht ich hab desto länger muss ich (bei gleicher Filmempfindlichkeit a.k.a. ASA a.k.a. ISO) belichten.
Was also tun, wenn ich weder Lichtzelt noch Baustrahler noch sündhaft teure Photonenkanonen (a.k.a. Blitzgeräte) mein Eigen nenne?
Improvisieren.
Lange belichten und mit den LED Taschenfunzeln für dynamisches Lichtspiel sorgen.
Angewandtes Lightpainting sozusagen.
Macht Spaß und sieht gut aus… find’ ich.
Spielzeug
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 30|09|2009.Ken Rockwell
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 01|08|2009.Ich habe schon wirklich, wirklich, wirklich viele Fotoseiten im Internet durch.
Wirklich.
Ich habe gelernt, was es mit den Zusammenhängen von Blende, Verschlusszeit und Filmempfindlichkeit auf sich hat. Ich weiß, was chromatische Abberationen sind, worin sich die Mehrfeldmessung von der Spotmessung unterscheidet und warum man den eingebauten Blitz einer Kamera wenn überhaupt nur zum Aufhellen oder als Trigger für einen richtigen Blitz benutzt. Ich kenne den goldenen Schnitt und weiß, was ein Weißabgleich macht und warum der ambitionierteste Hobbyfotograf der Welt seine Bilder bitte in RAW zu schießen hat.
Ich habe mich mit diversen Kollegen, Freunden und Verwandten auf das obligatorische Megapixel-Schwanzmessen eingelassen und fast immer gewonnen. (-:
Und dann hat mir Tetti die Seite von Ken Rockwell empfohlen.
Seitdem ist alles anders.
Ken Rockwell vertritt einige Ansichten, die dem technisch orientierten Knipser (also mir) so widersinnig erscheinen, dass es schon mehrmaliges Lesen und Grübeln braucht um dahinter zu kommen, dass sehr sehr viel Wahres darin steckt.
Beispiele?
- Vergiss RAW
- Vergiss Megapixel
- Vergiss Rauschen
- Vergiss die zig Millionen von Einstellmöglichkeiten
- Deine Kamera ist unwichtig
- Lerne zu sehen
- Fotografiere
Das Wetter
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 12|06|2009.Feucht.
Sogar hier unten im Keller.
Nein Quatsch… ich hatte letztens irgendwo was über diese Tropfenbilder gelesen (find’s nur gerade nicht wieder).
Sind wohl wieder schwer im kommen. Wird ja alles irgendwann wieder modern. Wie Schlaghosen. Da muss ich natürlich mitmachen.
Noch mehr Feuchtigkeit nach dem Klick…
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Die Olsenbande im neuen Look
Verbrochen von Sabine und zwar am 25|04|2009.Heute morgen fuhr ich also mit Sohnebär zum Flughafen um unseren Herrn Olsen abzuholen und hörte derweil unseren Lokalsender im Radio. Der brachte gerade einen Live- Beitrag von der weltbekannten Solinger Sport- und Freizeitmesse. Genauer ging es dort um einen Karikaturisten, der dort von den Besucher in schnellstmöglicher Zeit Karikaturen anfertigt.
Wieso warum weshalb – ich weiß es nicht – aber ich wollte mit meinen beiden Männern unbedingt zu diesem Künstler.
Nachdem wir also endlich wieder komplett zuhause angekommen waren ging es kurz darauf zur dieser Messe. In ganz Solingen war kein Parkplatz mehr zu finden, selbst unser Carport (ca. 5 km entfernt) war zugeparkt. Bis zum frühen Abend standen wir an um Einlaß zu bekommen und endlich war es dann soweit, gleich hinter dem Eingang saß er: Roberto Freire, der Mann für den ich all diese Mühen auf mich genommen habe und Herrn Olsen nicht hab ruhen lassen. Vor uns standen noch 2 Personen an und schon als ich die erste Karikatur gesehen habe, war ich hin und weg! Der Mann hat es echt drauf!
Als wir dann dran waren habe ich schnell meinen Druck aus der Tasche geholt und gefragt ob es wohl möglich wäre drei Personen auf ein Bild zu bekommen und das in der Art, die ich hier gerade in gedruckter Form in der Hand halte.
Es war möglich! Und wie es möglich war! Aber sowas von!
Seht selbst:
Wie geil ist das denn wohl?!
Und noch ein Wort zu Roberto Freire: die “Comics” von ihm kennt ihr alle! Es sei denn ihr habt als Kinder noch nie die Knax-Hefte in der Hand gehabt….
Ach sooo, die Sache mit der weltbekannten Solinger Sport- und Freizeitmesse war vielleicht nicht ganz so dramatisch wie dargestellt.
Im Auge des Betrachters
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 10|03|2009.“Schönheit liegt im Auge des Betrachters.” heißt es. Da ist was Wahres dran, gilt es doch nicht nur für Frauen, Schuhe, Kampfjets oder Autos sondern auch für das Wetter.
Bis vor kurzem war ich begeisterter Schönwetterknipser. Blauer Himmel, viel Kontrast, Sättigung ohne Ende und RAW um der Dynamik wenigstens ansatzweise Herr zu werden. “Hauptsache es knallt!”
Tja – und dann machte ich mich am Sonntag, bei Hochnebel und Nieselregen Richtung Schaberg auf um das Motiv für die aktuelle Projekt 52-Aufgabe abzulichten und merkte, dass diffuses, gestreutes Licht durchaus seine Reize haben kann… wenn – ja wenn nur genug Tropfen im Spiel sind (-:












