Archiv der Kategorie: 'Zum Nachdenken'

Alles Klar Herr Komissar?

Verbrochen von Sabine und zwar am 25|11|2008.

Neunfacher Mord! Elffacher Mordversuch! Wegen einer Ideologie…

Ich war gerade mal 8 Jahre alt, als die „zweite Generation“ der RAF mit den Morden des deutschen Herbstes begann, aber nie werde ich die Bilder vergessen. Am deutlichsten ist mir die Entführung Hans Martin Schleyers in das Gedächtnis eingebrannt und ich weiß ich hatte Angst. Angst davor, wie so viele andere Unbeteiligte in das Schussfeld dieser blindwütigen Mörder zu geraten. Das das höchst Unwahrscheinlich war, ist mir auch bewusst, aber damals hatte ich diese Angst – wie so viele Menschen in Deutschland auch!

Noch vor knapp zwei Jahren, also nach 24 Jahren Haft, hat Klar seine kapitalismuskritische Grußbotschaft veröffentlichen lassen und zwei Jahre später besteht keine Rückfallgefahr mehr??
Was für ein Hohn! Nicht nur für die Familienangehörigen der Ermordeten, über die unfassbares Leid gebracht wurde, sondern auch für die, die diese Zeit miterlebt haben und tagtäglich den Terror am Bildschirm und in den Zeitungen verfolgen mussten.

Dann kann er ja schön seine Ausbildung als Bühnentechniker anfangen. Ein Traumjob für Tausende Arbeitssuchende, nur leider bleibt vielen dieser Weg verwehrt, einem neunfachen Mörder aber nicht…
Ich wünsche mir, dass sich – sollte dieser Fall tatsächlich eintreten – das Theater am Schiffbauerdamm wegen ausbleibendem Publikums neu orientieren muss und Herr Peymann sich in Argentinien einen neuen Job suchen kann.

26 Jahre sind mir nicht genug!

Guten Tag. Wir möchten mit Ihnen über ihre Festplatte sprechen.

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 18|11|2008.

Eine Nachricht, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Rechtsanwalt Udo Vetter vom Lawblog liegt eine Ermittlungsakte vor aus der folgendes hervorgeht:
Bereits ein möglicherweise sogar unwissentlicher Abruf einer bestimmten URL kann zu einer Hausdurchsuchung führen.

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Zum Nachteil der Toten

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 03|11|2008.

Irgendein Vollhonk, der in jungen Jahren offensichtlich die „Was-passiert-dann-Maschine“ in der Sesamstraße verpasst hat (jahaaa… Fernsehen ist nicht immer schlecht), oder grundsätzlich an einer fatalen Kausalitätsschwäche leidet, schmiss am 23.03.2008 einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke und sorgte damit nicht nur für das tragische Ableben einer jungen Mutter sondern auch für eine erneute Paranoia unter hunderttausenden von Auto(bahn)fahrerinnen und -fahrern.

Das alles ist beileibe schon schrecklich genug.

Die heutige Pressemitteilung zum morgen beginnenden Prozess setzte dem ganzen dann aber formulierungstechnisch noch eins drauf: „der Prozess gegen den Angeklagten Nikolai H. wegen des Verdachts des Mordes zum Nachteil der Olga K.“

Ich bin mir sicher, dass das eine in der Juristerei gängige Formulierung ist. Trotzdem brüllt etwas in mir sofort: „Ihrer Kinder, Ihres Mannes, der gesamten Familie und aller anderen Autofahrer!„

Maggi Fix für…

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 30|10|2008.

Wenn der Otto Normalküchenbürger nicht einmal mehr in der Lage das urdeutscheste aller Fastfoods aus dem Kopf zusammenzuzimmern…

Currywurst Fertigzeugs

Currywurst Fertigzeugs

…fragt sich unweigerlich, was als nächstes kommt.
Der Mikrowellen-Cordon-Bleu-Bausatz?*

*) Nicht meine Erfindung, sondern geklaut bei?

Chrille

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 26|10|2008.

Das Internet ist für mich sowas wie der totale Durchblicksstrudel für Zaphod Beeblebrox.
Warum?
Es zeigt mir immer wieder wie groß und unermesslich die Welt und wo mein Platz in ihr ist.
Irgendwo da hinten links in der Ecke. Wenn man die Milliarden anderen Menschen zur Seite schiebt kann man mich sogar winken sehen.
Eine wertvolle Erkenntnis.
Ich bin nur einer von Millionen Bloggern.
Und mindesten einer von denen hatte in der Realschule den gleichen Spitznamen wie ich
Bis gestern dachte ich, so dämlich er auch gewesen sein mochte, er war wenigsten einzigartig. Naja.
In diesem Sinne Chrille, willkommen im Club.

Deutschland gegen Neonazi-Rattenfänger

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 09|10|2008.

Lange genug Zu lange hat die HDJ unbehelligt unter dem Deckmantel harmloser Kinderbespaßung ihr rechtes Gedankengut unter unseren Kindern und Jugendlichen verteilt.

Heute hat sich laut SpOn die Exekutive der ganzen Sache angenommen um festzustellen, ob und inwiefern die HDJ gegen geltendes Recht bzw. die verfassungsgemäße Ordnung richtet.

Wurde auch Zeit.

Was dabei aber nicht vergessen werden darf: Viele der Kinder und Jugendliche sind anfällig für so ein Zeug, weil ihnen niemand erklärt hat wie man seine Rübe benutzt oder weil sie daheim nicht ernstgenommen werden.
Man muß den Stöpseln klar machen, wie man Dinge hinterfragt, abwägt und bewertet, dass man nicht von einem Menschen auf ein ganzes Volk schließen kann und dass, wenn jemand da vorne den GröFaZ gibt, er noch lange nicht die Wahrheit für sich gepachtet hat. Egal wie laut er brüllt.
Und man muß ihnen ein Zuhause geben, dass den Namen verdient.

Mir fehlt ein Gen

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 29|09|2008.

Ich glaub mir fehlt ein Gen.
Das Gen, das mich zum Alptraum eines jeglichen Werbetreibenden macht.
Das Impuls-Kauf-Gen. Möglicherweise auch das Spontanitätsgen.
Ich kann stundenlang durch ein Kaufhaus laufen ohne auch nur einmal den Wunsch zu verspüren jetzt spontan irgendwas zu kaufen. Einfach „nur so“, weil ich gerade „Lust“ drauf habe. Mit anderen Worten: Weil mir die Werbung ewiges Leben, die Attraktivität von Brett Pitt und diesem Nespresso-Werbefuzzi* in Personalunion oder ein Gemächt von der Größe eines Tapirschniepels suggeriert.
Nö. Werbung geht wirkungsloser an mir vorbei als Homöopathie.
Ich schlendere durch die Gänge… „och guck mal da… leckere Chips… oh ein IPod… da ein Bier mit „jetzt-noch-besser“em Geschmack…“ nöööö.
Laß ma…
Ich bin ein Einkaufslistenkäufer. Was da drauf steht gilt. Fertig.
Klamotten kaufe ich, wenn ich in einen Laden gehe um mir Klamotten zu kaufen.
Komme ich bei meinem Spaziergang durch die Stadt zufällig durch einen Klamottenladen, kaufe ich keine Klamotten. Dasselbe gilt für Lebensmittel, Elektronik, Fortbewegungsmittel oder Gartengeräte.

Gäbe es mehr von meiner Sorte; die Pharmaindustrie hätte schon längst ein Mittel dagegen entwickelt.

Und ihr sotm?


*) Dieser Cloonie-Schorsch

Zerbrechlich

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 30|08|2008.

Ich musste mal wieder ein wenig basteln.

Earthbubble, Ausgangsbilder:Wikipedia

Erde (zerbrechlich). Ausgangsbilder:Wikipedia

Ich bin gegen Tierversuche!

Verbrochen von Sabine und zwar am 21|08|2008.

Nehmt Kinderschänder!

Frau Weizenkeim will meine Nummer

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 20|08|2008.

Aus aktuellem Anlaß:

Natürlich ist es -gelinde gesagt- eine Sauerei, wenn man meine Daten, die ich jemandem anvertraut habe einfach weitergibt.

Ich spreche jetzt nicht von Adressen oder Telefonnummern.
Die kriegt man ohnehin an jeder Ecke.
Ich spreche auch nicht von den Daten, die man selbst freiwillig irgendwo veröffentlicht. Blogs, Foren und andere „socialising“-Plattformen sind ein wahrer Quell umfangreichster persönlicher Daten.
Ins Netz gestellte Fotos übrigens auch. Spätestens, wenn die GEZ, der man glaubhaft versichert hat kein Rundfunkempfangsgerät zu besitzen, bei einem klingelt weil man im Netz ein schönes Selbstportrait veröffentlicht hat.
Im eigenen Wohnzimmer geknipst!
Mit dem dicken Plasma im Hintergrund!

Hausdurchsuchung nicht mehr nötig.
Jemandem mit genug Fantasie eröffnen sich da ungeahnte Möglichkeiten.

Ich spreche von vertraulichen Daten
Kontoverbindungen zum Beispiel. Das Jahres-Netto-Einkommen. PINs. TANs. Passwörter. Die Latex-Allergie. Was weiß ich.
Wenn ich jemandem solche Daten anvertraue möchte ich in der Regel nicht, dass diese von andere Stelle und mit anderer Absicht recycled werden und natürlich sollte der Gesetzgeber das unterbinden.

Oft ist es allerdings so, dass Otto Normalposauner auch diese Daten freiwillig rausrückt. Sei es dem bedauernswerten Callcenter-Agenten der netten Dame am Telefon oder der gut gemachten Phishing Seite.
Vor mangelndem Argwohn kann uns kein Gesetzgeber schützen.
Auch die Pflicht sein Gehirn einzuschalten gehört meines Wissens in keinem Bundesland zu den Bürgerpflichten und ist leider auch nicht im Grundgesetz verankert.

Ich erinnere mich selbst noch höchst lebhaft an den telefonischen Versuch mittels eines superpreisgünstigen Reiseangebots an meine Kontodaten zu kommen.

  • CCA:“… ja das ist ja prima Herr Olsen, dann bräuchte ich jetzt noch ihre Kontoverbindung.“
  • Ich: „Oh das ist ja schön. Nur leider bekommen Sie die nicht von mir.“
  • CCA: …
  • CCA: „Ja aber wieso denn nicht.“
  • Ich: „Liebe Frau Weizenkeim* (Tipp von mir: Immer den Namen des CCA merken!), stellen Sie ich mal vor jemand, den Sie nicht kennen, verwickelt sie an der Haustüre in ein Gespräch und verlangt nach einiger Zeit so ganz beiläufig ihren Haustürschlüssel und die Kombination ihrer Alarmanlage. Würden Sie diesem Wunsch entsprechen?“
  • CCA: …
  • CCA: „… Nein das würde ich wahrscheinlich nicht.“
  • Ich: „Sehen Sie? Ich auch nicht. Schönen Tag noch.“

*klick*

*) Der Name war wahrscheinlich sowieso falsch.


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