Archiv der Kategorie: 'Klugscheisserei'

Blog, das

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 15|10|2008.

So heißt es. Das Blog. Nicht etwa „Der“ Blog.
„Die Blog“ schon gar nicht.
Blogs sind sächlich und nicht männlich.
Warum?
Weil es ein Buch ist.
Ein Weblog ist ein Buch. Ein Logbuch, ein Tagebuch,  ein „Ich schreib hier mal was rein, auf des es Millionen Surfer lesen mögen“-Buch.
Und ein Buch ist sächlich.
Ich, König Olsen der Viertelnachdritte verfüge somit, dass jeder, welcher fürderhin einen anderen Artikel als den sächlichen verwendet mir mindestens eine Gerstenkaltschale schuldig sei, diese Schuld niemals verjähret und bei der nächsten persönlichen Audienz alsbald zu kredenzen sei.
Und keine Widerrede!

Alzheimer bei Thalia

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 04|10|2008.

Meine Ex-Verlobte und ich stehen in einem großen deutschen Buchladen.
Ich wusste noch, dass ich mir ein Buch kaufen wollte. Welches war mir leider entfallen.

  • Ich: „Alzheimer ist ja eher ein preisgünstiges Leiden. Wenn man dauernd vergisst was man kaufen wollte ist das gut für’s Konto.“ (Gerade in der heutigen Bankenkrisenzeit).
  • Sie: „Hmja… teuer wird’s nur wenn Du in den Laden gehst und alle die Dinge einkaufst von denen Du vergessen hast, dass Du sie bereits Besitzt.“
  • Ich: „Stimmt. Oder du vergisst permanent deine offenen Rechnungen zu bezahlen. Kann auch teuer werden auf Dauer.“

Nokia N95

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 26|09|2008.
Nokia N95 - dem Herrn Olsen sein neues Spielzeug

Nokia N95 - dem Herrn Olsen sein neues Spielzeug

Ja ich weiß. Man kauft keine Nokia Handies mehr. Die bösen Finnen. Machen einfach eine Fabrik zu. Und das auch noch in Deutschland.
Tse!
Aber hey! Nokia baut nunmal die besten Mobiltelefone für so featuregeile technikverliebte Fachidioten wie mich. Und mal ganz ehrlich: Welches in Deutschland gebaute Telefon hat GPS-Navigation, eine 5Megapixelkamera mit Carl Zeiss (huch, ein deutsches Unternehmen!) Objektiv, einen Lage- und Beschleunigungssensor, WLAN, MP3, DIVX, Blauzahn, Infrarot, VoIP, EMail und dazu noch ein vernünftiges Betriebssystem (nämlich Symbian OS) ?
So ziemlich genau gar keins.
Und das IPhone schonmal gleich gar nicht.
Apropos IPhone:
Was haben ein Iphone und ein Stein gemeinsam? Mehr als man denkt. (via Basicthinking)

Schönsaufen funktioniert!

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 14|08|2008.
Früh Kölsch - macht alles schöner.

Früh Kölsch - macht alles schöner.

Ach nee!
Sind die Herren Wissenschaftler auch hinter das gekommen, was Tupperpartyorganisatorinnen und Avonberaterinnen schon lange wissen:
Mit genügend Weingeist wirkt selbst die langweiligste Plastikschüssel und das fadeste Olfaktorium plötzlich unwiderstehlich.
Die Wissenschaftler der Uni Bristol (das liegt im Rechtslenkerland) fanden -laut SpOn- ausserdem heraus, dass das sogenannte „schönsaufen“ auch beim gleichen Geschlecht funktioniert.

Wow!

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass das sogar bei einem selbst funktioniert.
Wenn ich ordentlich Ethanol getankt habe halte ich mich nämlich manchmal selbst für höchst attraktiv.
Ich vermute, dass Dessousparties ebenfalls nach diesem Prinzip funktionieren.

Was mich zur eigentlichen Frage des heutigen Abends bringt:
Was oder wen könntet ihr euch niemals schönsaufen?

Nachtrag! Gerade beim Wombatchen gesehen: Zwei Doofe – ein Gedanke!

Crangon, Crangon!

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 02|07|2008.

Ich gebe zu, es ist ein wenig verwirrend.
Die Nordseekrabbe (lecker) ist eigentlich eine Garnele und gehört somit zu den Krebsen.
Die „Krebse“ die einem am Nordseestrand gelegentlich begegnen sind tatsächlich Strandkrabben und laufen vorzugsweise seitwärts. Wie diese hier zum Beispiel:

Strandkrabbe
Gemeine Strandkrabbe (Carcinus maenas)

Warum ich das schreibe?
Weil ich mich jetzt schon auf’s Krabbenfischen, Krabbenpulen und Krabbenessen mit meiner Familie freue.
Und weil’s mir scheißegal ist, was für ein Wetter ist.
Strandkrabben kann man auch bei Regen beobachten. Wattwürmer sowieso. Und nasser Sand hält beim Sandburgenbauen auch viel besser!
Ausserdem hat mein Sohn einen Pfützentick.
Petrus: Du machst mir keine schlechte Laune. Du nicht!

Protest

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 27|06|2008.

SpOn berichtet über jemanden, der gegen die hohen Spritpreise protestiert.
Das hört sich so besonders ja jetzt nicht an aber jetzt kommt’s:
Der Typ hat zum Zeichen seines Protests sein Auto angezündet.
Vorher hat er noch seinen Job gekündigt, weil er sich den 80 Kilometer langen Weg dorthin nicht mehr leisten konnte.
Aus Protest über die hohen Spritpreise sein Auto anzünden – das ist ungefähr so wie wegen der hohen Gaspreise sein Haus anzuzünden. Oder wegen der hohen Strompreise seinen Fernseher.
Ein zumindest für mich gar nicht so uncharmanter Lösungsansatz.
Hat Potenzial… wenn man’s konsequent bis zum Ende durchzieht.

Aber mal ernsthaft: Hätte er den Job nicht gekündigt und das Auto verkauft hätte er von dem Geld ziemlich viele Monatskarten kaufen, die Umwelt schützen und einem kostspieligen Feuerwehreinsatz entgehen können.

Fürchterbare und geklaute Werbung

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 22|06|2008.

Uäääärgs! „10 kleine Giotto*“ – gehn mir am Arsch vorbei. Acht hab ich schon weggesnifft da waren’s nur noch zwei.

Und die neue VW Passat CC Werbung ist ja wohl sowas von hier abgeschaut:

YouTube Preview Image

Einer Kampagne der Londoner Verkehrsbetriebe.

*) nicht die Raumsonde

Δp*Δw~h

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 04|06|2008.

Ich gebe ja zu, dass die Überschrift aussieht als wäre ein Marabu einmal quer über die Tastatur gelatscht aber wie bei fast allem im Leben verbirgt sich auch hinter ihr (der Überschrift) ein tieferer Sinn.
Es handelt sich dabei nämlich um ein fundamentales Prinzip des Universums, der sogenannten Heisenbergschen Unschärferelation.
Werner Heisenberg, der alte Quantentüftler, hat sie 1927 formuliert und damit gezeigt, dass sich beispielsweise Impuls und Position eines Teilchens nicht beliebig genau messen lassen.
Super, was?
Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass je genauer ich die Geschwindigkeit eines Objektes messen will, desto weniger genau kann ich sagen an welcher Position sich das Objekt befindet. Ist ja irgendwie auch klar denn um die Geschwindigkeit zu messen muss ich das Objekt eine gewissene Zeit beobachten und in dieser Zeit bewegt es sich ja weiter.
Ziemliches Dilemma – jedenfalls für Physiker, Trapezartisten und Tontaubenschiesser – lässt sich aber nicht ändern. Ist so im Universum eingebaut. Kriegt man nicht weg.
Zum Glück haben dieses Problem aber nicht nur wir sondern auch die ausserirdischen Physiker, Trapezartisten und Tontaubenschiesser. Universell geteiltes Leid ist trotzdem halbes Leid.

Der geniale Hobbyquantenphysiker Herr Professor Olsen hat jetzt rausgefunden, dass sich dieses physikalische Prinzip auch auf ganz normale Alltagssituationen anwenden lässt.

Ein paar Beispiele aus meiner permanent auf diesem Gebiet durchgeführten Forschungen:

  • Die Frau kann nicht beliebig hübsch sein ohne dass der Kerl immer unansehnlicher wird.
  • Man kann den Wohlgeschmack einer Speise nicht beliebig erhöhen ohne dass man dick davon wird.
  • Je länger das Sitt desto lauter das Bummms.
  • Ich kann nicht beliebig viel saufen ohne dass meine Körperfunktionen nach und nach unkontrollierbar werden.

In gewisser Weise hat der gute alte Heisenberg also quasi Murphys Gesetz in eine Formel gepackt.
Und das sogar noch vor Murphy.
Schlaues Kerlchen.
Ein Hoch auf die Wissenschaft!

Und nun sind die anderen Gelegenheitsgenies unter uns dran.
Her mit euren Beispielen!

Amerikanische Verhältnisse

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 23|05|2008.

Verbraucherschützer, die EU und unsere Bundesregierung lassen wirklich keine Gelegenheit aus, den vermeintlich mündigen Bürger zu bevormunden. Was der liebe Herrgott an gesundem Menschenverstand nicht verteilt und die Eltern durch entsprechende Erziehung und/oder Bildung nicht vermittelt haben, das sollen mithin die Beschriftungen auf Lebensmitteln, Getränken, Reinigungsmitteln und Haushaltsgeräten wettmachen.
Dass rauchen Krebs, gelbe Finger und Infarktgefärdet macht muss man nicht auf die Packungen schreiben.
Sowas weiss man einfach. Und wenn man es nicht weiss sollte man gerade die Finger vom Tabak lassen.

Am besten lässt man sowieso die Finger von allem womit man sich nicht auskennt. Vor allem wenn es mit dem gesunden Menschenverstand nicht allzu weit her ist kann diese Strategie durchaus lebensverlängernd sein. Und das gilt nicht nur für Katzen in der Mikrowelle, dem heissen Inhalt eines Bechers Kaffee, verschluckbare Kleinteile und Spuren von Nüssen in den Erdnussflips (Ja, ich weiss, dass die Erdnuss keine Nuss sondern eine Hülsenfrucht ist).

Wie ich jetzt darauf komme mich mal wieder über die Doofheit der Menschheit auszulassen?
Die Verbraucherschützer, so hört man, sind -laut Spiegel Online- arg unzufrieden mit der derzeitigen -noch gar nicht so alten-Kennzeichnung unserer Nahrungsmittel. Zu irreführend. Zu kompliziert. Zu realitätsfern und immer so formuliert, dass sie das Produkt besonders gut dastehen lassen.

Ach nee?

Natürlich lassen die Hersteller Ihre Produkte gut aussehen. Der Verbraucher soll sie ja schließlich kaufen! Die Nährwertangaben mögen ein wenig kompliziert formuliert sein und sich mitunter auf völlig unrealistische Dosen beziehen… falsch sind sie aber nicht. Und niemand hat dem Verbraucher verboten zu multiplizieren. Von mir aus auch mit dem Taschenrechner.
Wenn -wie auf der Packung angegeben- 25g Chips meinen Tagesbedarf an Acrylamid decken dann muss man doch nicht wirklich intelligent sein um zu merken dass die 150g Tüte, die ich mir regelmäßig vor dem Fernseher reintue ein klitzekleinwenig zu viel des Guten ist oder?

Wie dem auch sei. Für all die Verbraucher, denen multiplizieren zu schwierig und die Zuhilfenahme des eigenen Gehirns zu anstrengend ist soll es in Zukunft eine Ampelkennzeichnung nach britischem Vorbild auf den Lebensmitteln geben.

Für wieviel Verwirrung das dann wieder sorgt werden wir ja dann sehen.

Und darüber, dass Kalorien in Wirklichkeit Kilokalorien sind lasse ich mich jetzt nicht auch noch aus.

3 Dinge, die ich noch nicht wusste

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 20|05|2008.
  1. Der ESCfkaGPEdlC* dauert mittlerweile schon 3 Tage weil Europa ja von Jahr zu Jahr aus immer mehr Ländern zu bestehen scheint.
  2. Die lustigsten Beiträge sind die, die es höchstwahrscheinlich nicht in die Endausscheidung (seltsames Wort) schaffen. Das ist so ähnlich wie bei den Castingshows. Da sind ja auch die Pfeifen das Unterhaltsame.
  3. Aser-Aser-Aserbaidschan gehört offensichtlich zu Europa.

*Eurovision Song Contest formerly known as Grand Prix Eurovision de la Chanson

Edit: Für Irland ist gerade eine sprechende Truthahnpuppe aufgetreten. Unglaublich.


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