Archiv der Kategorie: 'Foto'

Intelligent Image Resizing

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 15|02|2010.

Neulich las ich in einem Forum mal wieder eine gern genommene Binsenweisheit: „Das Ändern des Seitenverhältnisses eines Bildes führt zwangsläufig zur Verzerrung des Motivs.“
Sprich: Wenn ich ein Bild z.B. breiter machen möchte ohne es in der Höhe zu verändern sehen Menschen plötzlich aus wie Breitmaulfrösche.
Den Effekt kennt ihr, wenn ihr 4:3 Fernsehsendungen auf nem 16:9 Schirm anschaut.
Beispiel:
Ich habe das folgende Bild in 329 Pixeln Breite:


Für meine Homepage hätte ich es aber gerne als Banner in 500 Pixel Breite bei gleicher Höhe.
Ziehe ich das jetzt einfach auseinander sieht das so aus:

Und das sind genau die Bilder, für die mich meine Mitschüler im nächsten Volkshochschulkurs wieder auslachen.
Zum Glück allerdings lässt sich das menschliche Gehirn ziemlich leicht austricksen. Und das macht sich das sogenannte „Intelligent Image Resizing“ oder „Content Aware Image Resizing“ (CAIR) zunutze. Ziehe ich nämlich nur die Bildanteile auseinander die einen relativ geringen Kontrast haben fällt das kaum auf.
Das Ergebnis könnte zum Beispiel so aussehen:

Hierbei wurde nur der Hintergrund skaliert, nicht aber das Bildmotiv.
Clever, was?
Ich benutze für sowas gerne das Online-Tool „RSIZR„. Kost nix und läuft im Browser.
In Photoshop gibt’s das ganze ab CS4. Dort heißt die Funktion „Content Aware Scaling“.
Für The GIMP hat’s dafür das Plugin „Liquid Rescale„.
Wofür man diese Technik noch gebrauchen kann zeigt dieser Clip:
YouTube Preview Image

Glitzerschnee

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 14|02|2010.

Sehr geehrtes Wetter,
vielen Dank für den schönen Glitzerschnee.
Ganz toll.
Wirklich.
Aber jetz‘ iss genuch.
Ab sofort bitte Frühlingswetter. Ich hab nämlich Urlaub.
OK?

Glitzernder Schnee bei Nacht

Glitzer-, Pulver-, BlingBling-Schnee (Klick macht groß)

Fußabdruck im Pulverschnee

One small step... (Klick macht groß)

Tethered Shooting mit Canon Bordmitteln

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 13|02|2010.

Habt ihr bestimmt alle schonmal gesehen. Das leichtbekleidete Model steht im Studio und der Fashion-Profi-Fotograf ballert mit seiner Hasselblad und unzähligen Photonenkanonen munter drauf los. Die geschossenen Bilder landen direkt auf nem Monitor, vor dem el Cheffe in seinem Regie-Stuhl mit aufgedrucktem Namen sitzt und entweder den Daumen rauf oder runter macht.
Das Ganze nennt sich „tethered shooting“ oder „kabelgebundenes Fotografieren“.
Das geht auch mit Spiegelreflexen aus dem Hause Canon unter Windows und zwar ohne dass man (außer einem ausreichend langen USB-Kabel) noch irgendwas kaufen muss.
Mitgeliefert wird nämlich das Programm „EOS-Utility„. Damit kann man nicht nur die Kamera komplett fernsteuern, es überträgt die Bilder auch noch direkt auf den PC.
Mittels des ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden „Digital Photo Professional“ lässt sich das Bild anschließend direkt weiterverarbeiten. Auch im RAW-Format. Komplett für umme.

Nur wofür soll das Ganze gut sein? Schließlich hat kaum ein Hobbyknipser ein komplettes Studio im Keller. Von halbnackten Models und Photonenkanonen ganz zu schweigen.
Ich habe nicht mal einen Regiestuhl.
Die Antwort ist ganz einfach: Tabletop. Das hat nix mit Models zu tun, die auf dem Tisch tanzen sondern mit Produktfotografie bzw. allem anderen was auf den Tisch passt. Wenn man bei dieser Form der Fotografie die Kamera komplett fernsteuern kann hat das den Vorteil, dass man den Bildausschnitt und die Schärfeverteilung bequem am großen Bildschirm einschätzen kann ohne sich beim Blick durch den Sucher die Gräten verrenken zu müssen. Das ist besonders bei ungewöhnlichen Aufnahmeperspektiven hilfreich.

Glasfasern

Glasfaserlampe - Kabelgebunden geknipst

Eine feine Sache, das.
Macht Spaß.
Probiert’s mal aus.
Kost‘ ja nüscht.
Noch eine Frage an die Mitleser aus den anderen Lagern: Ist das mit Bordmitteln auch bei anderen Herstellern möglich?

Do NOT turn off!

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 10|02|2010.

Effektiv… zugegeben. Hab’s ausprobiert.
Trotzdem irgendwie ziemlich WTF.

Improvisierter Ausschaltverhinderer

Improvisierter Ausschaltverhinderer

Foto-Radar

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 10|02|2010.

Da war ich heute aber ziemlich überrascht beim Blick in die Referrer. Scheinbar landen neuerdings einige Besucher via „Foto-Radar.de“ hier. Foto-Radar ist eine ständig aktualisierte Sammlung deutschsprachiger Blogs zum Thema Fotografie. Dieolsenban.de befindet sich dort -unter anderem- in Gesellschaft so netter Leute wie  Tilla, Crosa und Michael K. Trout.
Ist mir eine Ehre, auch wenn ich nicht weiß wie ich dazu komme, zumal das hier ja eigentlich kein reines Fotoblog ist.
Schön, dabei zu sein.
Die Weltherrschaft ist nah. (-;

Wie auch immer… ein herzliches Willkommen an alle Foto-Radaristen, schön das ihr hier vorbei schaut.
Macht es euch kommod, nehmt nen Keks und viel Spaß beim Stöbern.
Allergikerhinweis: Diese Seite enthält unter anderem Spuren von  Satire, Kritik, Schwachfug, Erdnüssen und gesundem Menschenverstand.
Außerdem kann es vereinzelt zu Schnappschüsse zweifelhafter Qualität kommen. Falls ihr also unter entsprechenden Allergien leidet… (-;

Kleiner Tipp noch: Die fotolastigen Artikel befinden sich hauptsächlich in den Kategorien „Foto“ und „Badphotography„.

Wer erklärt mir die Kunst?

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 09|02|2010.
Louvre, Paris, 2006

Der Louvre, großer Kunstbehälter in Paris. Aufgenommen mit meiner 300D im Jahre 2006

Wer sich, so wie ich, mit der Fotografie beschäftigt, ja sogar das eine oder andere (in meinen Augen) ansehnliche Bild hervorbringt kommt nicht umhin sich früher oder später Gedanken über Kunst zu machen. Ich machte mir eigentlich schon viel früher Gedanken über Kunst Lange bevor ich eine Kamera besaß.
Im Kunstunterricht, bei meinem ersten Praktikum in einer Langenfelder Werbeagentur, in meiner Pubertät…
Zugegeben: In meiner Pubertät machte ich mir Gedanken darüber, wie den Jungs um mich herum das Kunststück (hehe) gelang Bräute abzuschleppen oder nach dem Genuss von  drölf BatidaKirsch (hach… die Neunziger) am nächsten Morgen aufzuwachen ohne im Schädel einer Katzengroßfamilie Asyl zu gewähren.
So ganz dahinter gekommen bin ich nicht.
Für mich musste Kunst schön sein, originell. Sie musste mir gefallen, ich musste ihr ansehen oder anhören, dass sie mit Arbeit verbunden war. Gehirnschalz, Blut, Schweiß… sowas. Neu sollte sie sein, mir bisher noch nicht begegnet, etwas besonderes. Alles sehr subjektive Parameter.
Wenn Kunst aber solch eine subjektive Angelegenheit ist – wie kann es dann sein, dass es Werke gibt, die einfach „Kunst“ sind?
Objektiv? Allgemeingültig?
„Was soll das sein?“ – „Das ist Kunst.“ – „Für mich ist das keine Kunst.“ – „Ist es aber.“
Ich verstehe es nicht.
Wie ich ausgerechnet jetzt darauf komme?
Ich habe heute etwas über Boris Becker gelesen. Fotokünstler. Hab die Kunst nicht gefunden.
Vielleicht bin ich aber auch einfach zu blöd.

Cross?

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 07|02|2010.

„Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Das Auge bedarf ihrer, wie es des Lichtes bedarf“ (J.W.v.Goethe)

Mir ist bei der Durchsicht der einschlägigen Online-Fotohalden etwas aufgefallen. Und zwar, dass man immer häufiger in die digitale Trickkiste greift um uralte, analoge Techniken nachzubilden. Da wird nachbelichtet, abgewedelt, crossentwickelt. Es werden künstliche Vignetten hinzugefügt, unscharf maskiert und an der Gradation gedreht, was das Zeug hält. Mittlerweile gibt es eine Fülle von Plugins die sich der möglichst naturgetreuen Nachbildung bestimmter Effekte verschrieben haben. Viele davon jenseits der 100-Euro-Marke.
Bokeh aus der Dose? Kein Problem!
Hübsches Rauschen? Läuft!
Und immer wieder bekommt man zu hören: „Jaahaaa… mit dem Computer ist ja heutzutage so viel mehr möglich.“
Tatsächlich?
Nein.
Das, was wir heute am Computer machen haben unsere Urgroßväter schon in ihren Dunkelkammern gemacht. Zugegeben mit erheblich mehr Aufwand, größerem handwerklichen Geschick und einer Menge Chemikalien aber im Prinzip ist es  noch immer das Gleiche wie damals. Von daher halte ich diese ganze analog-digital-Kontroverse auch für ziemlichen Unfug. Das eine ist für mich genauso „echt“ wie das andere. Und mir macht es mindestens genau soviel Spaß, an den Reglern zu drehen wie das eigentliche Bild zu schießen.
Die Digitalisten sollten sich nur manchmal darauf besinnen, dass der Computer in der Bildbearbeitung nicht automatisch das Rad neu erfunden hat.

Unser Hauskater - Crossentwickelt

Das Pü. Leicht crossentwickelt, teils abgewedelt und mit künstlicher Vignette (Klick macht groß)

Und dann gibt es noch diejenigen, die Meisterwerke schaffen, die selbst für mein geübtes Auge so aussehen als seien sie niemals komplett im Computer entstanden. Aber das ist eine andere Geschichte…


Großartig. Unbedingt anschauen.

Winterfotospaziergang

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 31|01|2010.

Frau Olsen, der Sohnemann und ich haben heute die, laut DWD längste Schneeperiode Deutschlands genutzt um die Speicherkarten zu füllen.

Jacko - der Husky aus der Nachbarschaft

Jacko - der Schlittenhund aus der Nachbarschaft (Klick macht groß)

Winterhimmel

Winterhimmel... schööön. (Klick macht groß)

Mehr Bilder nach dem Klick…
(mehr …)

Beeindruckend

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 30|01|2010.

Gegen das, was hier gerade schneemäßig abgeht, war Daisy ein Witz. Ein schlechter. In den Höhenlagen von Solingen liegt mittlerweie so viel Schnee, dass man Iglus bauen kann.
3-stöckig.
Mit Garage.

30 Zentimeter Neuschnee in Solingen

30 Zentimeter. Bodenunebenheiten verschwinden. (Klick macht groß)

Blende – Blendenöffnung

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 28|01|2010.

Die Geschichte der Fotografie ist eine Geschichte voller Missverständnisse.*
Eines der größten Missverständnisse ist die Blendenzahl.
Viele Personen, die sich für Fotografen halten, halten die Blendenzahl für die Größe der Blendenöffnung und wundern sich, warum eine große Blendenzahl (also zum Beispiel f/22) für eine kleine Blendenöffnung steht.
Große Zahl, kleines Loch? Das will nicht so recht einleuchten.
So ging es mir jedenfalls. Ich hab ein Problem mit umgekehrter Proportionalität!

Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Die Blendenzahl gibt nicht die Größe des Lochs an (sonst hieße sie ja auch Blendenöffnungszahl) sondern die Größe der Blende, also dem was dem Licht im Weg steht. Man kann sich das wie einen Bühnenvorhang vorstellen: Ist der Vorhang kaum zu sehen (also die Vorhangszahl klein) sieht man jede Menge Bühnenbild. Ist der Vorhang fast komplett zugezogen (Also die Vorhangszahl groß) sieht man der Bühne nur noch wenig.
Ich hab da mal was vorbereitet:

Blende

Blende - Überbleibsel meines kürzlich verschiedenen 50mm-Objektivs

Klar soweit?**
Fein!

Schalten Sie auch morgen wieder ein wenn es heißt: „Bruchrechnen für Fotografen – oder: Warum eine hundertstel-Sekunde kürzer ist als 0,1 Sekunde“

*) wer herausfindet welchem Werbespruch diese Aussage entlehnt ist bekommt einen Liter blaue Ersatzflüssigkeit.
**) Wer herausfindet, wem ich diesen Spruch geklaut habe bekommt noch einen Grog obendrauf.

P.S. Ich kann natürlich Bruchrechnen und natürlich weiß ich, dass die Blendenzahl oft im berühmten Nenner des Bruches in der Form f/Blendenzahl steht und deshalb das Öffnungsverhältnis (so heißt nämlich der Kehrwert der Blendenzahl) größer wird wenn die Blendenzahl kleiner wird. In diesem Artikel geht es aber um die Blendenzahl (also ohne den Bruch) so wie sie im Display der Kamera angezeigt wird und für diesen Fall ist meine „Eselsbrücke“ gedacht.


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