Archiv der Kategorie: 'Unterwegs'

Brasilien Tagebuch Seite 3

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 16|04|2009.

Gestern wollte ich unser Zentrallager im ca. 20 Kilometer entfernten Stadtteil Osasco im Norden von Sao Paulo besuchen. Die Mädels haben mir dann mit den Worten: „Don’t worry, Olsen the driver lives  next to the Warehouse, he knows where to go.“ ein Taxi gerufen.

Eine Viertelstunde später dämmert mir dann schon, dass ich nicht einen der ortskundigsten Kutscher erwischt hatte und obwohl ich ihm bereits begreiflich gemacht hatte, dass mein portugiesisch sich nur auf „Bitte“, „Danke“, „Guten Tag“, „Auf wiedersehen“ und „Mein Luftkissenboot ist voller Aale“ beschränkt,teilte er mir bei so gut wie jeder Abzweigung mit, dass er jetzt nicht soo sicher sei, ob er diese jetzt nehmen solle oder nicht. Der Stadtteil, in dem sich unser Lager befindet ist ungefähr so groß wie Köln, daher gibt es eine unendliche Menge an Verfransungsmöglichkeiten. Von so ziemlich jeder machte er ausgiebig Gebrauch.

Schließlich entschied sich der Gute dann doch an einer Tankstelle nach dem Weg zu fragen. Hätte er das schon eine Stunde früher getan wäre mir ein Großteil der eher mäßigen Eindrücke erspart geblieben. Zum Glück war die Fahrt wenigstens im voraus bezahlt.
Notiz an mich: In Zukunft nur noch Taxis besteigen, die über ein Navigationssystem verfügen.

Ein Tag am Meer

Verbrochen von Sabine und zwar am 15|04|2009.

Während Herr Olsen sich mit Caipirinha, lecker Essen und exotischen, blutjungen Brasil-Models die Zeit vertreibt, haben Finn und ich uns entschlossen mal einen Tag „Urlaub“ zu machen und zwar mit Oma und Opa auf Langeoog!

Hach, ich liebe die Landschaft meiner Heimat und gegen die Ostfrisischen Inseln kann keine Nordfriesische anstinken. Während ich bereits Spiekeroog, Wangeroog, Norderney und Borkum kenne, war Langeoog für mich Premiere und es kommt meiner Lieblingsinsel Spiekeroog schon recht nah.

Hier ein paar Eindrücke:

inselbahn

Mit der Inselbahn ging’s vom Fährhafen ca. 10 min. gemütlich zur Inselmitte.

strand-1

Dieser Anblick erfreute uns bei unserer Ankunft am Strand. :-)

finn-strand

Hauptsache der Kescher ist dabei, da macht das Strandleben doppelt Spaß!

opa-und-enkel

Wenn der Opa mit dem Enkel….

sonnenenten

„Hey, den Schattenplatz haben wir teuer bezahlt!“

lale

Wie einst Lili Marleen!

Ich will hier ja keinen Neid erwecken, daher muss ich sagen, dass die steife Brise schon ganz tüchtig wehte und es anfangs am Strand ohne Strandkorb und Jacke oder langärmeligen Pullover recht kühl war, aber in der Sonne (die den ganzen Tag schien!) und etwas windgeschützt war es einfach nur herrlich! Danke Oma und Opa für diesen tollen Ausflug!!

Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn uns Herr Olsen hätte begleiten können! :-(

Brasilien Tagebuch Seite 2

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 14|04|2009.

Damit ihr mal einen Eindruck davon habt, was ich sehe wenn ich auf dem Balkon stehe und die Aussicht hier im sonnigen Brasilien genieße habe ich hier mal ein wunderschönes Panorama eingeklebt (man möge mit die Handykameraqualität verzeihen).

Blick auf die Rua Oscar Freire, Ecke Rua Padre Joao Manuel (klick macht groß)

Blick auf die Rua Oscar Freire, Ecke Rua Padre Joao Manuel (klick macht groß)

In diesem Zusammenhang muss ich hier mal eine Lanze für Microsoft brechen. Der „Microsoft Image Composite Editor“ (mit dem dieses Panorama entstanden ist) ist ein wirklich brauchbares Programm und außerdem kostenlos. Einziger Nachteil: Es läuft nicht ohne das .NET-Framework 2.0.

Brasilien Tagebuch Seite 1

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 13|04|2009.

drop

Der Trip fängt gut an, wenn man von dem netten Herrn in blauer Uniform zum „Sprengstofftest“ gebeten wird.

„Testen Sie noch heute unseren neuen Hochleistungssprengstoff.
Jetzt mit noch mehr bumms, weniger Fett und neuer Geschmacksrichtung!“

Ich für meinen Teil bezweifle jedenfalls stark, dass sich in einem EeePC eine wirksame Menge Sprengstoff verstecken lässt um sich mehr als nur beide Hände wegzubrezeln.
Obwohl ich natürlich weiß, dass solche Prüfungen stichprobenartig durchgeführt werden
fragte ich mich trotzdem, warum ausgerechnet ich stichgeprobt wurde.
Vielleicht die Frisur.
Der verdächtige Bart?
Die kryptische Nachricht auf meinem TShirt?dus

Vielleicht hätte ich aber auch einfach nicht „Tod allen Ungläubigen!!!“ vor mich
hinmurmeln sollen.

Viel hat sich meiner letzten Reise nach Sao Paulo jedenfalls nicht verändert.
Die Spatzen wohnen immer noch im Terminal U des Flughafens Madrid und veranstalten
die gleichen akrobatischen Sturzflüge auf fallengelassene Essensreste wie im letzten Jahr.
Das Kabinenpersonal der Spantax Iberia ist noch genau so unfreundlich wie letztens und eine ungeplante Wartung des Fahrwerks (urgs), die uns noch eine weitere Stunde am Boden fesselte erhöhte mein Vertrauen in die spanische Fluglinie kaum.

Eines habe ich während des Fluges dann aber doch noch gelernt:
Es gibt Frauen, die Haare auf dem Rücken haben. Auf Arschgeweiheshöhe. Das ist nicht schön.
Das bliebe besser verhüllt.

Oh. Fast vergessen. Die Filme. Vorsicht! Spoilers ahead.

  • „Marley & Me“
    Owen Wilson und Jennifer Aniston bekommen erst einen Katastrophenhund (Marley) und dann 3 Kinder. Marley stirbt am Ende des Films. Habe geschluchzt. Hat aber niemand mitbekommen.
  • „Yes man“
    Jim Carrey mausert sich -allein durch den häufgen Gebrauch des Wörtchens „yes“ vom spießbürgerlichen Single zum Lebemann par excellence.
    Und bekommt die Frau.
    Am Ende.
    Natürlich.

Die größte Überraschung kam aber dann im Hotel beim Öffnen des eigens eingeflogenen Schrankkoffers. Der Osterhase hat dort massig Schoko-Schnabulat versteckt.
Liebsten Dank dafür und natürlich für die angehängte Nachricht (-;

10.000 Kilometer West-Südwest

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 11|04|2009.

Morgen um diese Zeit sitze ich bereits in 30.000 Fuß Höhe in einer Aluminiumhülle auf geschätzten fünftausendsiebenhunderdreiundachtzig beweglichen Teilen und bin auf dem Weg nach Madrid. Dort werde ich die fahrerlose U-Bahn besteigen, die mich zu einer noch größeren Aluminiumhülle mit noch mehr beweglichen Teilen bringt in welcher ich dann zehneinhalb Stunden in der Holzklasse eingeklemmt sein werde während Capitan Emilio Rodriguez und seine bezaubernde Crew der Autopilot uns über den Atlantik manövriert.
Ich bin die nächsten 2 Wochen der Mitteleuropäischen Sommerzeit genau 5 Stunden hinterher. Daher werden sich meine Beiträge und Tweets entsprechend verschieben. Und wehe es kommt jemand auf die Schnapsidee mich vor 13:00 Uhr anzurufen!

Nicht öffnen wenn geschlossen

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 29|03|2009.

Ich kenne Computerprogramme, die sich angesichts einer solchen Anweisung in ein Logikwölkchen auflösen…

Do not open this gate when closed. Roermond, Designer Outlet.

Do not open this gate when closed. Roermond, Designer Outlet.

Wenn ich das Tor nicht öffnen darf, wenn es geschlossen ist. Wann darf ich es dann überhaupt öffnen? Nie? Und warum ist da dann ein Tor und kein Zaun?
Ich bin verwirrt. Gebt mir Tabletten.

Theegarten

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 31|01|2009.

Zum wiederwarmwerden heute eine kleine Tour mit dem Drahtesel unternommen.
Es ging Richtung Theegarten.
Der Kanon war auch dabei.

Typisch Olsen: verfährt sich vor der eigenen Haustür…

Hier geht's nicht weiter

Hier geht's nicht weiter

Also umdrehen und erstmal den Berg hoch.

Privatweg - Betreten verboten. Das war deutlich.

Privatweg - Betreten verboten. Das war deutlich.

Zum Glück gab’s direkt daneben noch einen Nichtprivatweg sonst hätte ich gleich wieder zurückfahren können.
Dann wäre mir allerdings dieser Formschöne Giraffenbaum entgangen.

Giraffenbaum (Rückseite)

Giraffenbaum (Rückseite)

Den hätte ich euch ja auch gerne noch im Gegenlicht gezeigt aber da machte leider der Akku schlapp. Minusgrade sind eben nix für Li-Ions. Vielleicht beim nächsten mal.

Lachhustprust

Verbrochen von Sabine und zwar am 05|11|2008.

‚s Bini hat (mal wieder) eine dicke Erkältung. Da ich auf starkes Anraten einer Freundin Umckaloabo literweise in mich hineinschütte, unterlag ich der hoffnungsfrohen Annahme um diesen blöden Husten herumzukommen. Pustekuchen!
Als ich eben an der S-Bahn-Haltestelle stand (nur noch 15x Hin- und Herfahren *freu*), wartete neben mit eine Gruppe Schüler mit ihrem Lehrer. Den fröhlich-lärmenden Gesprächen zufolge gingen sie gerade auf Klassenfahrt. Und das mit öffentlichen Verkehrsmitteln…, ein Grund für mich den Lehrer etwas genauer zu Betrachten. Und ich wusste es! Ich wusste es sowas von!
Bestimmte Lehrertypen werden sich wie ein roter Faden durch Jahrhunderte ziehen und das ist/war ein meiner „Lieblingstypen“: Hoch Alternativ, dicke Wollsocken in seinen ausgetretenen Jesuslatschen, Nickelbrille und unglaublich gebildet – jedenfalls seiner Meinung nach!
Und dieser Leehrer ist schuld daran, dass ich einen 20 minütigen Husten-Lachanfall par excellence bekam. Seine 08.30 Uhr Aussage zur US-Wahl:

„Der Dabbeljuh wird bis Januar jetzt auch nichts mehr unternehmen, ohne das vorher mit Obama abzustimmen!“

Overheard in Bruchsal

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 14|10|2008.

„Oh. Der ist ja scharf. Der ist ganz schön scharf. Den kann ich kaum essen, so scharf ist der. Nee. Der ist mir zu scharf. Der ist aber auch scharf. Warum ist der denn so scharf?“

Ich war wirklich kurz davor die gute Frau zu fragen, was sie erwartet, wenn sie sich einen Big Bacon Jalapeño bestellt.

Ahhhrgh!

Schlaumeiers Reisen

Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 06|10|2008.

Wir haben ja das Wochenende bei den Stadtmusikanten verbracht. Ein paar Tage bei den Schwiegereltern sind immer wieder eine willkommene Abwechslung vom heimischen Alltag und erfahrungsgemäß eine sehr entspannte Zeit. Weitaus weniger entspannt gestaltete sich allerdings die Fahrt dorthin. Gefühlte 90% aller deutschen Autofahrer kamen nämlich spontan auf die gleiche Idee und trieben sich daher auf einer völlig verstopften A1 herum. Da half auch kein Navi mit TMC.
Knapp vier Stunden für eine Strecke, die man locker in unter 3 Stunden fahren könnte. Na herzlichen Dank!

Hinfahrt - Zusammenfassung und Geschwindigkeit über Zeit

Hinfahrt - Zusammenfassung und Geschwindigkeit über Zeit

Damit sei der absolute Negativrekord für diese Strecke erreicht. Dachte ich.
Es kam allerdings noch viel schlimmer:

Rückfahrt - Zusammenfassung und Geschwindigkeit über Zeit

Rückfahrt - Zusammenfassung und Geschwindigkeit über Zeit

Bei solchen Verkehrsverhältnissen ist es völlig Wurst, wieviel Leistung man unter der Haube hat.
Am Anfang des nächsten Staus fährt man wieder neben der gleichen Gurke her wie 42 Kilometer vorher.

Naja wenigstens hab ich Schwiegerpapa einmal in meinem Leben beim Bowling geschlagen.
Zwar nur in einem Spiel aber immerhin.


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