Es ist zwar etwas teurer
Verbrochen von Herrn Olsen und zwar am 22|07|2008.…dafür ist man unter sich. Und ich weiß jeder zweite hier ist genauso blöd wie ich.
(Die Ärzte, Westerland)
Die Olsenbande ist nun also zurück aus dem „Urlaub“ auf Deutschlands nördlichster Insel und tatsächlich hatte die 16-Tage Vorhersage von wetter.com größtenteils recht. Herzlichen Glückwunsch dazu, ihr Pissnelken! Das Wetter war also tendentiell eher geht so. Viel Wind, viele Wolken, wenig Sonne und ab und zu Regen. Diese Mischung ist eher etwas für Tage, die man im Büro verbringen muss und nicht für solche an denen man dem Büro fernbleiben darf.
Mein persönliches, vom Wetter unabhängiges Resümee lautet: Sylt ist schön.
Wenn man ein kinderloser, in Geld schwimmender alter Sack ist.
- Kinderlos: Weil man dann gemütlich am Strand oder in den Dünen spazieren gehen kann. Oder abends in eine Bar. Oder einen Club. Und weil man nachts durchschlafen kann.
- In Geld schwimmend: Weil Sylt teuer ist. Jaaaa es gibt Ausnahmen. Meine Jacke scheint ein echter Schnapper gewesen zu sein und auch die feinen Beinkleider meiner Frau Gemahlin erwiesen sich als äußerst erschwinglich. Aber sonst ist Sylt teuer. Die Kurtaxe beträgt €3,50/Person/Tach, der Strandkorb kostet mindestens neun Euro und ein Besuch im Aquarium für die ganze Olsenbande mehr als dreißig. Von dem Geld, was ich für mich und meinen Sohn im Schwimmbad ausgegeben habe können wir hier dreimal ins Schwimmbad gehen und bringen wahrscheinlich weniger Keime mit heim. Zusätzlich kommt man sich in der gepflegten Familienkutsche angesichts der sich vor und hinter einem ansammelnden Nobelkarossen ohne Benz, BMW, Bentley oder Bugatti schon arg unterprivilegiert vor.
- Alter Sack (oder das weibliche Gegenstück): Um all die Kurort-typischen Add Ons mitzunehmen. Klassische Konzerte auf der Strandpromenade. Wellness in allen erdenklichen Anwendungsformen. Kurschatten (-innen), Seminare mit Themen wie „Nagelpilz ist doch heilbar.“ oder „Ist es auch Paranoia wenn Sie(tm) wirklich hinter einem her sind?“ Und natürlich nicht zu vergessen das zur Schau stellen makelloser Bräune bei kaum noch vorhandenem Haupthaar im Benz, BMW, Bentley oder Bugatti (Gilt nicht für Frauen).
Die oben genannten Attribute treffen auf uns leider ausnahmslos nicht zu, trotzdem war der Urlaub für uns kein Reinfall. Es gab Dinge auf die wir gerne verzichtet hätten, den nächtlichen Besuch beim Notarzt zum Beispiel, und Dinge von denen wir gern mehr gehabt hätten, Sonne… Entspannung… Caipirinhas… Internet… einen Backofen…
Aber ist das nicht irgendwie immer so?
Und deshalb hier noch einige visuell festgehaltene Momente der schöneren Art. Bisweilen mit ein wenig erklärendem Text angereichert. Weil: So schlecht war’s nun wirklich nicht.





