Der kleine Jannik wollte sich die Haut mit der Bürste weiß schrubben
Verbrochen von Herrn Olsen am 04|04|2008Ein Spiegel Online Artikel, der von einer Familie berichtet die, aufgrund von offen vollzogenem Rassismus, von einer Stadt in eine andere zieht.
Ich wollte dazu eine Menge schreiben.
Ich wollte schreiben, dass es nichts schlimmes ist anders zu sein.
Dass es schlimm ist andere anzuspucken, weil sie anders sind hingegen schon.
Ich wollte schreiben, was ich am liebsten mit solchen ewiggestrigen Betonköpfen machen würde.
Aber je öfter ich nur diese Überschrift lese desto mehr fehlen mir einfach nur die Worte.









Ich habe von der gleichen Familie einen Beitrag im Kölner Stadtanzeiger gelesen.
Ich war vor Jahren, kurz nach der Wende, mit der Schule für ein paar Tage in Rudolstadt. Untergebracht waren wir in einem Plattenbau im richtigen Ghetto. Was ich da gesehen habe, das hat mir die Sprache verschlagen. Rechtsradikale, die mit Baseballschlägern auf andere losgegangen sind, uns, weil wir mit einem „Wessi-Bus“ ankamen, mit riesengroßen Steinen beworfen, etc. Das war wie in einem Albtraum. Allerdings gab es keine Arbeit und Rudolstadt ist nicht gerade Kulturhauptstadt Europas. Das ganze ist natürlich Jahre her, dass sich aber die Verhältnisse wenig geändert haben, das finde ich traurig.
Sowas geschieht leider auch immer noch andernorts: im Süden, Norden und Westen, damals ja bei Euch um die Ecke.
Den meisten wäre mit Arbeit schon geholfen, dann kämen sie nicht auf so dumme Gedanken und gerieten nicht in einen Kreislauf von Hartz IV und Aussichtslosigkeit. Die Politik ist hier gefragt.
Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte. Und immer wieder die gleiche Verbortheit der Bürgermeister und Gemeinderäte…mich macht so was immer wahnsinnig aggressiv.